Trotz Sonnenschein: Der See ladet nicht mehr zum Bade

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Trotz Sonnenschein: Der See ladet nicht mehr zum Bade

Hochwasser hatte für die Strandbäder rund um den Vierwaldstättersee verheerende Folgen. Für viele ist die Saison frühzeitig zu Ende und der finanzielle Verlust enorm.

Der Rasen ein Sumpf und der Strand nicht sichtbar: So zeigte sich gestern die Situation im Lido Luzern. Bademeister René Aeberhard (36) steht mitgenommen am Bassinrand: «Die Schwimmbadtechnik ist kaputt, hier wird lange nicht mehr geschwommen.» An sonnigen Tagen wie gestern waren früher 2000 Personen ins Lido gekommen – seit einer Woche ist die Badi zu.

Betriebsleiter Hanspeter Häfliger (43): «Wir rechnen mit Ausfällen in sechsstelliger Höhe.» Trotz den schlammigen Bedingungen hofft er in den nächsten Tagen auf eine Teilöffnung.

Noch schlimmer zeigt sich die Situation im Winkel in Horw. Pächter Edgar Ming (35): «Unser Bad bleibt geschlossen, an eine Eröffnung ist nicht zu denken, wir wurden komplett überflutet.»

Einnahmen gebe es nur noch aus dem höher gelegenen Restaurant. Im Winkel baden an einem durchschnittlichen Tag rund 130 Gäste. Doch damit ist Schluss: Der Verlust liege im fünfstelligen Bereich, so Ming. Meggen hat seit gestern Mittag die halbe Badi geöffnet.

Badeleiterin Heidi Schmalstieg (56): «Das ist nur ein Tropfen auf den heissen Stein, wir können das finanzielle Loch nicht mehr stopfen.»

(sam)

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