Aktualisiert 19.10.2006 22:12

Trotz Studie: SF setzt weiter auf Reality-TV

Das Format Reality-TV hat den Zenit deutlich überschritten, behauptet eine Studie. Damit hinkt SF, das diese Shows erst jetzt so richtig für sich entdeckt, dem Trend hinterher.

Noch laufen unzählige Reality-Shows am TV, von «Bauer sucht Frau» bis «Unser Traum vom Haus». Doch der Boom neigt sich dem Ende zu. Laut einer Studie des Beraterunternehmens ACNielsen hat das Format seinen Zenit deutlich überschritten. Weltweit finden über drei Viertel der Konsumenten, dass zu viele Reality-Sendungen ausgestrahlt werden. In der Schweiz sind es gar 81 Prozent.

Auf deutschen Sendern gibt es Reality-Shows seit Jahren, doch SF hat das Format erst jetzt so richtig entdeckt. Gleich drei Shows laufen demnächst an: «Start up – der Weg zur eigenen Firma», das Moderatorencasting «g&g sucht» und «MusicStar». Das Umzugsformat «Tapetenwechsel» wird derzeit gesendet. Rennt SF damit dem Trend hinterher?

«Nein», findet Sprecher Urs Durrer. «Die TV-Unterhaltung entwickelt sich dauernd weiter, so auch jene von SF. Momentan sind im Reality-TV Coachings mit Ratgeber-Informationen und Doku-Serien im Trend», erklärt Durrer. «Tapetenwechsel» enthalte genau diese Coaching-Elemente, und «Start up» sowie «g&g sucht» seien Doku-Serien. Die Zahlen sprechen für SF: Die Umzugsserie habe im Schnitt 200000 Zuschauer, was für SF2 um diese Zeit sehr gut sei, so Durrer. «Und bei ‹MusicStar› haben wir eine Rekord-Anmeldezahl», sagt er.

Stefanie Rigutto

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