Aktualisiert 27.09.2005 22:24

Trotz Verbot: Fans bleiben bei ihren SCB-Schlachtrufen

Schimpfen und Fluchen ist seit neustem in den Hockeystadien verboten – sonst kostet es den Klub 300 Franken. Die SCB-Fans beeindruckt das nicht: Sie wollen skandieren, wenn am Samstag Erzrivale Fribourg kommt.

«Peinlich, dass man das verbieten will», sagt Alain Müller vom Fanclub Aare-Gürbetal. Und auch Rudolf Aeschlimann von den Fählibrätschern sagt: «Die Rivalität gehört dazu, sonst brauche ich an keinen Match mehr zu gehen.»

Beide stehen hinter den Regeln, die das Werfen von Gegenständen oder Prügeleien verbieten. «Aber mit diesem Verbot schiessen sie übers Ziel hinaus», sagt Müller. Für die Fans ist klar: Am Samstag werden sie ihre Schlachtrufe gegen den Hassgegner Gottéron lauthals skandieren.

«Wir werden allfällige Bussen zahlen», sagt Rolf Bachmann vom SCB. «Vor allem wollen wir aber ein gutes Verhältnis zu unseren Fans.» Auch Sprecher Patrick Reber von der Nationalliga, die die neue Regelung aufgestellt hat, beschwichtigt: «Es geht nur um ehrverletzende oder rassistische Sprüche. Wir werden nicht pingelig sein.»

Andrea Abbühl

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