«The Voice»-Battles: Trotz Verfahren – Stress trägt wieder seine Kleider
Aktualisiert

«The Voice»-BattlesTrotz Verfahren – Stress trägt wieder seine Kleider

«The Voice of Switzerland» sorgte am Samstagabend mit der ersten
Battlesendung für eine grosse Show. Obwohl: Warum warb Stress noch immer für sein Label und weshalb die spezielle Songauswahl?

von
Lorena Sauter

Die «The Voice of Switzerland»-Kandidaten machten es ihren Coaches in der ersten Battlesendung vom Samstag, den 16. Februar, nicht einfach. Mit hohem Niveau und guten Bühnenshows lieferten sich die Talente grösstenteils einwandfreie Gesangskämpfe im Ring. Dennoch hiess es Abschied nehmen: Jeweils ein Kandidat eines Battles musste nach dem Auftritt die Bühne räumen. Aus insgesamt neue Battles schafften es Leslie, Gisel, Ralph, Michael, Ricardo, Angela, Deborah, Daniel und Angie eine Runde weiter.

Im Halbfinale stehen sie jedoch noch längst nicht. Nach insgesamt drei Battleshows bekommen jeweils nur drei von fünf Talente von ihrem Coach das Ticket ins Halbfinale.

Halbfinale ausverkauft

Das Augenmerk der TV-Zuschauer dürfte längst nich nur auf die Kandidaten fixiert gewesen sein. Die Antwort auf die grosse Frage, ob Stress sich trotz des laufenden Verfahrens des Bundesamts für Kommunikation (Bakom) erneut in Kleider seines eigenen Modelabels schmiss, ist schnell beantwortet: ja.

Diese Entscheidung dürfte dem SRF kaum in die Hand spielen. Zumal das Verfahren noch hängig ist. Caroline Sauser, Mediensprecherin des Bakom, erklärt gegenüber 20 Minuten: «Das Verfahren wird noch einige Wochen dauern. Wir müssen derzeit auf Informationen vom SRF warten.» Ob das SRF mit der erneuten Kleiderwahl provozieren möchte, oder ob Stress' Eigenwerbung bloss unausweichlich war – die Sendungen sind Aufzeichnungen – ist offen. Denn: «Das SRF nimmt die Eröffnung des Aufsichtsverfahrens zur Kenntnis. Zu laufenden Verfahren nimmt SRF grundsätzlich keine Stellung», erklärt SRF-Mediensprecher Martin Reichlin.

Grosse Show mit dürftigen Songs

Stress hin oder her: Die erste Battleshow schien dank vielversprechender Talente und gut gelaunter Coaches ein Erfolg gewesen zu sein. Einziger Wehrmutstropfen: die Songauswahl. Mit Hits wie «No More Tears» von Donna Summer und Barbara Streisand, Aretha Franklin und Annie Lennox' «Sisters Are Doing It For Themselves» oder Tom Jones «It's Not Unusual» traf das SRF kaum den Geschmack der Zielgruppe. Die Twitter-User jedenfalls mokierten die Selektion umgehend.

Trotz fehlender Quoten scheint klar: «The Voice» vermag das TV-Publikum zu überzeugen. Laut Reichlin war die Finalshow nach nur 90 Minuten schon ausverkauft.

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