Trotz Vogelgrippe: Toter Rabe hing tagelang in einem Baum

Aktualisiert

Trotz Vogelgrippe: Toter Rabe hing tagelang in einem Baum

Aus Angst vor der Vogelgrippe haben Anwohner am Samstag die Baselbieter Polizei informiert, dass ein toter Rabe in einem Baum hänge – der Vogel hing aber auch gestern Morgen noch dort.

«Ich bin erstaunt, dass drei Tage nach meinem Anruf das Tier immer noch auf der Astgabel liegt», wunderte sich gestern Florian Brehm aus Birsfelden. Ein Streifenwagen sei am Samstag zwar zweimal vor der Bushaltestelle Am Stausee in der Birsfeldener Friedhofstrasse vorbeigefahren, der Vogel sei aber nicht entfernt worden. Dies obwohla laut Brehm noch weitere Anwohner die Polizei informiert hätten. «Die Polizei hätte den Vogel gleich einsacken und entsorgen sollen», sagte gestern der Baselbieter Kantonstierarzt Ignaz Bloch.

«Wir sind exakt nach den Weisungen des Kantonstierarztes vorgegangen», widerspricht Polizeisprecher Meinrad Stöcklin. «Bei nur einem toten Wildvogel muss nicht sofort gehandelt werden», erklärt er den Umstand, dass die Patrouille den Vogel nicht umgehend vom Baum geholt hat. Erst wenn fünf oder mehr tote Wildvögel gemeldet würden, müssten diese sofort entfernt und dem Kantonstierarzt und Jagdverwalter zur Kontrolle gebracht werden, führt Stöcklin aus. Um weitere Diskussionen zu vermeiden, wurde der Rabe noch gestern Nachmittag vom Baum geholt.

(lvi)

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