Aktualisiert 01.08.2006 23:27

Troubadour Tomás – seit 20 Jahren in Basels Beizen

Der Spanier Tomás Sogo zieht seit über 20 Jahren nachts durch Basels Beizen und Bars – und spielt spanische Volksmusik für die Gäste.

Er gehört mittlerweile zum abendlichen Stadtbild in den Gassen von Basel, der hochgewachsene Spanier in schwarzem Kittel und roter breiter Schärpe über der Brust. Mit umgehängter Mandoline zieht er mit wechselnden Partnern von Beiz zu Restaurantterrasse und spielt aus seinem Repertoire der spanischen Volkslieder. «Zwei-, dreihundert Melodien werdens schon sein. Und neue Lieder spiele ich nach Gehör», sagt der 59-Jährige aus der spanischen Universitätsstadt Salamanca.

Vor rund 24 Jahren war es, als Tomás, der Jurastudent, einer Tradition der spanischen Studenten folgend, in Salamanca durch die Beizen tingelte, um sich etwas Geld zu verdienen. «Ich bin dann so auch durch Europa gereist und habe in Basel meine jetzige Frau kennen gelernt. Also bin ich hier geblieben und habe diese spanische Studententradition nach Basel gebracht», schmunzelt Tomás el Trovador, wie er sich nennt.

Der Troubadour wohnt in Pratteln und kommt ausser montags fast jeden Abend gegen 19 Uhr in die Stadt und zieht bis etwa 22 Uhr durch die Lokale. «Ich bringe Romantik – im Sommer, aber vor allem im Winter», sagt Tomás, der einzig und allein vom Musizieren lebt.

(lvi)

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