Trumps Terrorismus-Tweets: Trump erzürnt Briten mit London-Tweets
Aktualisiert

Trumps Terrorismus-TweetsTrump erzürnt Briten mit London-Tweets

Der US-Präsident attackiert nach dem Anschlag auf die Londoner Tube den britischen Scotland Yard. «Wir müssen härter und schlauer sein», twittert er.

von
oli
1 / 2
Politisiert mit dem Bombenanschlag auf die U-Bahn in London: Donald Trump will das Reiseverbot durchsetzen. (15. September 2017)

Politisiert mit dem Bombenanschlag auf die U-Bahn in London: Donald Trump will das Reiseverbot durchsetzen. (15. September 2017)

AFP/Mike Theiler
Theresa May findet Trumps Äusserungen «nicht hilfreich». (15. September 2017)

Theresa May findet Trumps Äusserungen «nicht hilfreich». (15. September 2017)

kein Anbieter/Screenshot BBC

US-Präsident Donald Trump hat die Bombenexplosion in der Londoner U-Bahn genutzt, um für das von ihm geforderte Einreiseverbot in die USA zu werben. In einer Reihe von Tweets schrieb Trump am Freitag, Terroristen hätten unter den Augen der britischen Polizeibehörde Scotland Yard zugeschlagen. Trump fügte hinzu, sein Reiseverbot gegen sechs überwiegend von Muslimen bewohnte Länder sollte «grösser, härter und genauer» sein – «aber dummerweise wäre das nicht politisch korrekt», erklärte er.

Mitten im Berufsverkehr war am Freitagmorgen ein selbst gebauter Sprengsatz in einer Londoner U-Bahn detoniert. Mindestens 22 Menschen wurden verletzt. Die Polizei stufte die Explosion als Terroranschlag ein, den fünften in Grossbritannien in diesem Jahr.

«Versager-Terroristen» und Scotland Yard

Trump schrieb dazu: «Ein weiterer Anschlag in London durch einen Versager-Terroristen. Das sind kranke und verrückte Leute im Visier von Scotland Yard. Müssen proaktiv sein!» Kurz darauf folgte sein Rat: «Mit Loser-Terroristen muss viel härter umgegangen werden. Das Internet ist ihr wichtigstes Rekrutierungswerkzeug, das wir abschneiden und besser nutzen müssen!» Später sagte er: «Wir müssen härter sein und wir müssen schlauer sein.»

Scotland Yard lehnte einen Kommentar ab. Premierministerin Theresa May sagte nur: «Ich glaube, es ist nie hilfreich für irgendjemanden, über laufende Ermittlungen zu spekulieren.» Das Weisse Haus äusserte sich auf eine Anfrage zunächst nicht. Auch die Polizei findet Trumps verbale Attacken nicht lustig: Sie spricht von einer «nicht hilfreichen Spekulation».

Trumps Einreiseverbot richtet sich gegen Bürger aus den überwiegend muslimischen Staaten Syrien, Sudan, Somalia, Libyen, Iran und Jemen. Bis zu einer Entscheidung des Obersten Gerichts ist es teilweise ausgesetzt.

Deine Meinung