25.03.2018 21:24

Weniger DreckTrump hat weltweit die beste Klimabilanz

Die USA gehören zu den grössten Luftverpestern. Dennoch: Im letzten Jahr haben sie so viel CO2 gespart wie kein anderes Land.

von
Dominic Benz
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Im letzten Jahr haben die USA so viel CO2 eingespart wie kein anderes Land auf der Welt. Dennoch sind sie immer noch ein gigantischer Luftverpester. Das sind die grössten Klimasünder:

Im letzten Jahr haben die USA so viel CO2 eingespart wie kein anderes Land auf der Welt. Dennoch sind sie immer noch ein gigantischer Luftverpester. Das sind die grössten Klimasünder:

AP/Susan Walsh
China hatte am weltweiten CO2-Ausstoss im Jahr 2016 einen Anteil von knapp 30 Prozent. Das ist Platz 1.

China hatte am weltweiten CO2-Ausstoss im Jahr 2016 einen Anteil von knapp 30 Prozent. Das ist Platz 1.

epa/Roman Pilipey
Die USA belegten mit einem Anteil von 16 Prozent den 2. Rang.

Die USA belegten mit einem Anteil von 16 Prozent den 2. Rang.

Branden Camp

In Sachen Klimaschutz haben die USA nicht gerade den Ruf eines Musterschülers. Dafür sorgt auch Präsident Donald Trump: Die Klimaerwärmung betrachtet er als Humbug, das Pariser Klimaabkommen hat er im letzten August hingeschmissen. Zudem ist das Land einer der grössten Luftverpester auf der Welt.

Umso erstaunlicher ist es, dass sich nun ausgerechnet die USA unter Trump zum grössten Klimaschützer gemausert haben: Kein anderes Land hat im letzten Jahr den CO2-Ausstoss mehr reduzieren können. Dabei sind die Emissionen rund um den Globus erstmals seit drei Jahren wieder angestiegen, wie der jüngste CO2-Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) zeigt.

Wirtschaftswachstum als Treiber

Weltweit nahmen die Emissionen um 1,4 Prozent auf 460 Millionen Tonnen zu. Das entspricht der Luftverschmutzung von 170 Millionen zusätzlichen Autos. Damit verpuffen etliche internationale Bemühungen, die Erderwärmung in den nächsten Jahrzehnten in Grenzen zu halten.

Grund für den Anstieg waren laut IEA das globale Wirtschaftswachstum, die niedrigeren Preise für fossile Brennstoffe und die geringeren Bemühungen um Energieeffizienz. Damit ist gleichzeitig der weltweite Energiebedarf um rund zwei Prozent nach oben geschossen. Über zwei Drittel dieser zusätzlichen Energie wurde mit Kohle, Gas und Öl hergestellt.

Ökostrom legt in den USA zu

Während die meisten Staaten im letzten Jahr stärker verpesteten, verbuchten einige andere einen Rückgang bei den Emissionen. Dazu gehören die USA, Grossbritannien sowie Nordirland, Mexiko und Japan. Die grössten Einsparungen verbuchen die USA. Dort sind die Emissionen um 0,5 Prozent oder 25 Millionen Tonnen gesunken. Damit konnte das Land im dritten Jahr in Folge den CO2-Ausstoss reduzieren.

Bisher hat die zunehmende Umstellung von Kohle- auf Gas-Energie zur Reduktion geführt. Im letzten Jahr kam sie aber unter anderem durch den vermehrten Gebrauch von Ökostrom zustande. Der Anteil von Sonnen- und Windenergie sowie Wasserkraft stieg auf ein Rekordniveau von knapp einem Fünftel. Das ist fast gleich viel wie der Anteil der Kernenergie, der konstant blieb.

USA und China sind die grössten Luftverpester

Die USA waren vor zwei Jahren mit einem Anteil von 16 Prozent am weltweiten CO2-Ausstoss der zweitgrösste Klimasünder. China war für knapp ein Drittel der Verschmutzung verantwortlich. Auf den hinteren Rängen folgen Indien, Russland und Japan (siehe Bildstrecke oben).

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