«So ist Trump nun einmal» – Trump hetzt laut Biden Menschen im ganzen Land auf

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«So ist Trump nun einmal»Trump hetzt laut Biden Menschen im ganzen Land auf

Nach dem Tod des ehemaligen US-Aussenministers Colin Powells spottete Donald Trump über den Politiker. Dafür hat US-Präsident Joe Biden kein Verständnis und greift seinen Vorgänger verbal an.

Joe Biden richtete sich mit klaren Worten an Donald Trump. (26. Oktober 2021)

Joe Biden richtete sich mit klaren Worten an Donald Trump. (26. Oktober 2021)

AFP

Darum gehts

  • An einer Wahlkampfveranstaltung in Virginia kritisierte Joe Biden seinen Vorgänger Donald Trump scharf.

  • Auslöser waren Trumps Äusserungen über den verstorbenen Ex-US-Aussenminister Colin Powell.

  • Trump würde bis heute die Menschen im ganzen Land aufhetzen, so Biden.

US-Präsident Joe Biden hat es zuletzt meist vermieden, Donald Trumps Namen in den Mund zu nehmen – nun ist der Demokrat seinen republikanischen Vorgänger ungewöhnlich deutlich angegangen. Bei einem Auftritt im Bundesstaat Virgina kritisierte er am Dienstagabend unter anderem Trumps Äusserungen über den vorige Woche gestorbenen Ex-Aussenminister Colin Powell. Die Attacke gegen Powell sei «beleidigend» gewesen. «Ich würde ja sagen, es ist unglaublich», sagte Biden in Arlington. Aber: «Das war es nicht. Trump hat dasselbe mit (seinem scharfen innerparteilichen Widersacher) John McCain gemacht. So ist Donald Trump nun einmal.»

Trump hatte darüber gespottet, dass Powell von den «Fake-News-Medien» nach seinem Tod gut behandelt worden sei, obwohl er «grosse Fehler in Sachen Irak» gemacht und einen Militäreinsatz in dem Land mit Verweis auf angebliche Massenvernichtungswaffen gerechtfertigt habe. Biden entgegnete darauf nun, Powell sei ein «amerikanischer Held» gewesen. Trump hingegen habe einen Mob von Aufständischen am 6. Januar dazu angetrieben, das Kapitol zu stürmen. «Und bis heute hetzt er Menschen im ganzen Land auf.»

Stimmungstest in Virginia

Biden fand bei seinem Wahlkampfauftritt in Virginia, wo am 2. November ein neuer Gouverneur gewählt wird, auch deutliche Worte für Trumps Republikaner. «Die heutige republikanische Partei steht für nichts anderes als für weitere Steuersenkungen für die Reichen und die mächtigsten Konzerne», sagte er. Der Extremismus habe in ganz Amerika das Ruder in der Partei übernommen.

Die führenden Kandidaten bei dem Gouverneursrennen in Virginia sind der frühere demokratische Amtsinhaber Terry McAuliffe und der Republikaner Glenn Youngkin. Biden nannte Youngkin «einen Gefolgsmann von Donald Trump». Die umkämpfte Abstimmung in dem Bundesstaat gilt auch als Stimmungstest für die nationale Politik.

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(DPA/roy)

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