Umstrittener Kandidat: Trump nennt Kavanaugh-Zeugin «glaubwürdig»
Aktualisiert

Umstrittener KandidatTrump nennt Kavanaugh-Zeugin «glaubwürdig»

Die Abstimmung über den Richter-Anwärter Brett Kavanaugh ist verschoben. Das FBI soll den Fall untersuchen.

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«Heute ist man schuldig, bis die Unschuld bewiesen ist»: US-Präsident Donald Trump. (2. Oktober 2018)

«Heute ist man schuldig, bis die Unschuld bewiesen ist»: US-Präsident Donald Trump. (2. Oktober 2018)

Keystone/AP/Rogelio V. Solis
Mag Bier: Richterkandidat Brett Kananaugh. (Archivbild)

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Keystone/AP/Tom Williams
Brett Kavanaugh hat eine weitere Hürde genommen.

Brett Kavanaugh hat eine weitere Hürde genommen.

Getty Images/win Mcnamee

Im Streit um den Supreme-Court-Kandidaten Brett Kavanaugh hat die Führung der Republikaner eingewilligt, dem FBI Zeit für eine Untersuchung der Missbrauchsvorwürfe gegen den Juristen zu geben. Der Justizausschuss des Senats räumte dafür eine Woche ein.

Man werde die Regierung bitten, das FBI anzuweisen, eine «zusätzliche» Hintergrundüberprüfung von Kavanaugh durchzuführen, hiess es am Freitag in einer Mitteilung des Ausschusses. Nach der Woche könnte dann die finale Abstimmung über Kavanaugh im Senat anstehen, dem mehrere Frauen sexuelle Belästigung vorwerfen.

Frauen kritisieren Jeff Flake wegen Unterstützung von Kavanaugh

Brett Kavanaugh, republikanischer Kandidat für den Obersten Gerichtshof, werden sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Video: J.D. Durkin/Cheddar via Storyful

Ein Missbrauchsopfer konfrontiert den republikanischen Senator Jeff Flake, weil er die Kandidatur Brett Kavanaughs untertützt. Video: J.D. Durkin/Cheddar via Storyful

Zeugin sei glaubwürdig

Auch US-Präsident Donald Trump ordnete am Freitag eine Untersuchung der Vorwürfe gegen den Richter durch das FBI an, wie das Weisse Haus mitteilte. Diese zusätzliche FBI-Analyse solle ebenfalls binnen einer Woche abgeschlossen sein und einen limitierten Fokus auf die erhobenen Vorwürfe haben.

Gleichzeitig sagte Trump auf die Frage von Reportern, dass die Aussage der Zeugin Christine Blasey Ford «sehr glaubwürdig» gewesen sei. «Ford war in vielerlei Hinsicht sehr gut.» Zuvor kritisierte er die Strategie der Demokraten, die Ernennung des Richters für den Supreme Court zu verhindern, und nannte diese Art schändlich.

Am Freitag hatte der Justizausschuss des US-Senats durch die Stimmen der Republikaner mit knapper Mehrheit dafür gestimmt, dem Senat eine Berufung Kavanaughs an das höchste US-Gericht zu empfehlen.

Der republikanische Senator Jeff Flake, der mit seiner Stimme beim Votum die Mehrheit rettete, hatte dafür plädiert, die Anschuldigungen gegen Kavanaugh vor der Abstimmung im Senat durch das FBI untersuchen zu lassen.

US-Präsident Donald Trump hatte Kavanaugh im Juli als Richter für den Supreme Court vorgeschlagen. Kurz vor der Senats-Entscheidung über die Personalie waren die Vorwürfe gegen den Richter publik geworden. Mehrere Frauen beschuldigen ihn sexueller Übergriffe Anfang der 80er Jahre.

(sda/afp)

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