USA: Trump sagt zum Vorwurf der Vergewaltigung und Rufschädigung aus

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USATrump sagt zum Vorwurf der Vergewaltigung und Rufschädigung aus

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat unter Eid zu einer Verleumdungsklage der Autorin E. Jean Carroll ausgesagt, die ihm Vergewaltigung vorwirft.

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Nachdem die Aussage Trumps zur Verleumdungsklage von E. Jean Carroll immer wieder verschoben wurde, hat er nun ausgesagt. (Archivbild)

Nachdem die Aussage Trumps zur Verleumdungsklage von E. Jean Carroll immer wieder verschoben wurde, hat er nun ausgesagt. (Archivbild)

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Anwälte Carrolls befragten den Ex-Präsidenten sowohl zum Vergewaltigungsvorwurf als auch zu seinen Äusserungen im Jahr 2019, als Carroll mit ihrer Anschuldigung erstmals an die Öffentlichkeit gegangen war. (Archivbild)

Anwälte Carrolls befragten den Ex-Präsidenten sowohl zum Vergewaltigungsvorwurf als auch zu seinen Äusserungen im Jahr 2019, als Carroll mit ihrer Anschuldigung erstmals an die Öffentlichkeit gegangen war. (Archivbild)

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Trump soll die Autorin, E. Jean Carroll, vergewaltigt und anschliessend öffentlich als Lügnerin dargestellt haben. (Archivbild)

Trump soll die Autorin, E. Jean Carroll, vergewaltigt und anschliessend öffentlich als Lügnerin dargestellt haben. (Archivbild)

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Darum gehts

Wie seine Aussage am Mittwoch verlief, war zunächst nicht zu erfahren. Anwälte Carrolls bekamen dabei die Gelegenheit, den Ex-Präsidenten sowohl zum Vergewaltigungsvorwurf als auch zu seinen Äusserungen im Jahr 2019 zu befragen, als Carroll mit ihrer Anschuldigung erstmals an die Öffentlichkeit gegangen war. Man sei froh, dass man die eidesstattliche Aussage Trumps im Namen ihrer Mandantin habe einholen können, teilte ein Sprecher der Kanzlei Kaplan Hecker & Fink mit, die die Kolumnistin vertritt. Weitere Kommentare könne man nicht abgeben. Trumps Anwaltsteam äusserte sich zunächst nicht.

Carroll schrieb lange Zeit Ratgeberkolumnen für die US-Version des Magazins «Elle». Laut ihrer Klage sollen sie und Trump sich Mitte der 1990er-Jahre zufällig in einem Kaufhaus begegnet sein und einander erkannt haben. Sie hätten erst über ein durchsichtiges Kleidungsstück geplaudert und seien dann zu einer Umkleidekabine gegangen, als Trump sie gegen die Wand gedrückt und sie vergewaltigt habe. Weil Trump sie als Lügnerin darstellte, reichte die Autorin eine Verleumdungsklage gegen ihn ein. Er habe ihren Ruf ruiniert, argumentierte Carroll.

Richter warf Trump eine Verschleppungstaktik vor

Trump hat ihre Vorwürfe zurückgewiesen und bestritten, Carroll zu kennen. Sie sei auch gar nicht «mein Typ», erklärte er damals und erst kürzlich wieder. Der Vergewaltigungsvorwurf sei «ein Schwindel und eine Lüge». Seit Jahren bemühte sich Trumps Anwaltsteam, eine eidesstattliche Aussage ihres Mandanten zu dem Fall zu vermeiden. Vergangene Woche lehnte ein Richter einen Antrag auf neuerliche Verschiebung der Aussage jedoch ab und warf dem Ex-Präsidenten eine Verschleppungstaktik vor.

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(DPA/sys)

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