Aktualisiert 23.12.2018 05:09

«Wichtigtuer?»Trump spottet über Anti-IS-Beauftragten

Brett McGurk ist als Syrien-Beauftragter zurückgetreten. Vorausgegangen ist ein Streit mit Trump über den Rückzug der amerikanischen Streitkräfte.

1 / 2
Brett McGurk legt sein Amt nieder.

Brett McGurk legt sein Amt nieder.

AP/Hadi Mizban
WASHINGTON, DC - DECEMBER 21: U.S. President Donald Trump participates in the signing ceremony for the First Step Act and the Juvenile Justice Reform Act in the Oval Office of the White House December 21, 2018 in Washington, DC. The Trump administration is battling on multiple fronts with major developments on U.S. foreign policy in Syria, the resignation of Defense Secretary James Mattis, a falling stock market, and a potential governmental shutdown at midnight. (Photo by Win McNamee/Getty Images) *** BESTPIX ***

WASHINGTON, DC - DECEMBER 21: U.S. President Donald Trump participates in the signing ceremony for the First Step Act and the Juvenile Justice Reform Act in the Oval Office of the White House December 21, 2018 in Washington, DC. The Trump administration is battling on multiple fronts with major developments on U.S. foreign policy in Syria, the resignation of Defense Secretary James Mattis, a falling stock market, and a potential governmental shutdown at midnight. (Photo by Win McNamee/Getty Images) *** BESTPIX ***

Getty Images/win Mcnamee

US-Präsident Donald Trump hat den Rücktritt des US-Sonderbeauftragten für die Anti-IS-Koalition bestätigt - und dies mit einigem Spott für Brett McGurk verknüpft. McGurk hätte ohnehin nur bis Februar auf seinem Posten bleiben sollen und habe nun kurz vorher seinen Rückzug erklärt, schrieb Trump am Samstagabend auf Twitter. Die «Fake News»-Medien machten eine grosse Sache aus diesem «nichtigen Ereignis», beklagte er. Dabei kenne er McGurk, der noch von Ex-Präsident Barack Obama eingesetzt worden sei, nicht einmal. «Wichtigtuer?», schrieb Trump dazu.

US-Medien hatten berichtet, McGurk trete wegen Trumps umstrittener Entscheidung für einen Truppenabzug aus Syrien vorzeitig ab. Trump hatte am Mittwoch angekündigt, alle 2000 US-Soldaten aus Syrien heimzuholen - schliesslich sei die Terrormiliz IS dort besiegt. Der Entschluss stiess national wie international auf grosses Unverständnis. Trump soll den Beschluss gegen den Rat wichtiger Kabinettsmitglieder gefasst haben. Experten mahnen, der IS sei keineswegs besiegt und ein Abzug habe fatale Folgen.

Kopfschütteln über Syrien-Entscheid

US-Verteidigungsminister James Mattis hatte wegen grundlegender Meinungsverschiedenheiten mit Trump in dieser wie auch in anderen Fragen seinen Rücktritt angekündigt. Die Syrien-Entscheidung soll massgeblich dafür gewesen sein. Mattis kritisierte aber auch allgemein den aussenpolitischen Kurs von Trump, etwa mangelnden Respekt für internationale Verbündete.

Trump reagierte auch auf diesen Angriff - und zwar für seine Verhältnisse noch eher zurückhaltend. Er sprach im Zusammenhang mit Mattis von einer «interessanten Beziehung» und schrieb mit Blick auf dessen Kritik: «Verbündete sind sehr wichtig, aber nicht, wenn sie die USA ausnutzen.»

Bitterlich beklagte sich Trump aber über die generelle Kritik an seiner Syrien-Entscheidung. Andere wären für einen solchen Beschluss als Helden gefeiert worden, er dagegen werde von den Medien schwer dafür kritisiert, schrieb er. «Verrückt!» (sda/afp)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.