Untersuchung gegen Ex-US-Präsident Trump - Trump-Tochter Ivanka sagt zu Sturm aufs Capitol aus
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Untersuchung gegen Ex-US-Präsident TrumpTrump-Tochter Ivanka sagt zu Sturm aufs Capitol aus

Ivanka Trump soll Zeugin eines Telefonats geworden sein, in dem ihr Vater seinen Vize-Präsidenten Mike Pence dazu gedrängt haben soll, die Zertifizierung des Wahlsiegs von Joe Biden zu verhindern.

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Ivanka Trump habe Fragen beantwortet: Der damalige US-Präsident Donald Trump und dessen Tochter Ivanka im Weissen Haus. (Archivbild) (FILES) 

Ivanka Trump habe Fragen beantwortet: Der damalige US-Präsident Donald Trump und dessen Tochter Ivanka im Weissen Haus. (Archivbild) (FILES) 

AFP
Ivanka Trump war die offizielle Beraterin ihres Vaters. 

Ivanka Trump war die offizielle Beraterin ihres Vaters. 

AFP
Sie befand sich zum Zeitpunkt der Erstürmung des Capitols im Weissen Haus. 

Sie befand sich zum Zeitpunkt der Erstürmung des Capitols im Weissen Haus. 

AFP

Darum gehts

  • Welche Rolle spielte Ex-Präsident bei der Erstürmung des Capitols am 6. Januar 2021?

  • Dies will ein Untersuchungsausschuss ermitteln.

  • 800 Zeugen wurden dafür bereits befragt.

  • Zuletzt wurde auch die Tochter des ehemaligen Präsidenten, Ivanka Trump, befragt.

  • Gesprächig soll sie aber nicht gewesen sein.

Vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Erstürmung des US-Capitols Anfang 2021 hat jetzt auch die Tochter des damaligen Präsidenten Donald Trump, Ivanka, ausgesagt. Die Befragung der 40-Jährigen begann am Dienstagmorgen und zog sich in den Nachmittag, wie der Ausschussvorsitzende Bennie Thompson dem Nachrichtensender CNN sagte. Ivanka Trump sei zwar nicht sehr «gesprächig, aber sie beantwortet Fragen». Thompson betonte, eine Vorladung sei nicht notwendig gewesen.

Der Untersuchungsausschuss hatte Ivanka Trump im Januar zu einer freiwilligen Befragung eingeladen. Die damalige offizielle Beraterin ihres Vaters befand sich am 6. Januar 2021 im Weissen Haus, als radikale Trump-Anhänger den Kongress erstürmten.

Sie wurde nach Angaben des Untersuchungsausschusses unter anderem Zeugin eines Telefonats, in dem ihr Vater seinen Stellvertreter Mike Pence dazu gedrängt haben soll, an diesem Tag im Kongress die Zertifizierung des Siegs des Demokraten Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl vom November 2020 zu verhindern.

Rolle Donald Trumps soll ermittelt werden

Dem Untersuchungsausschuss zufolge baten während der Capitol-Erstürmung zudem mehrere Mitarbeiter des Weissen Hauses die Präsidententochter, ihren Vater davon zu überzeugen, dem Treiben seiner Anhänger Einhalt zu gebieten.

Trump hatte seine Anhänger am 6. Januar in einer aufpeitschenden Rede aufgerufen, zum Capitol zu marschieren und «auf Teufel komm raus» zu kämpfen. Der Rechtspopulist wiederholte dabei auch seine vielfach widerlegten Vorwürfe, er sei durch massiven Wahlbetrug um eine zweite Amtszeit gebracht worden. Der Sturm auf das Capitol mit fünf Toten sorgte weltweit für Entsetzen und gilt als schwarzer Tag in der Geschichte der US-Demokratie.

Der parlamentarische Untersuchungsausschuss will die Rolle von Trump und seinem Umfeld bei der Capitol-Erstürmung aufdecken. Die Abgeordneten haben bereits mit rund 800 Zeugen gesprochen – darunter erst vergangene Woche mit Ivanka Trumps Ehemann Jared Kushner – und rund 90’000 Dokumente gesichtet.

Ausschuss droht Ende

Die Zeit drängt: Bei den Kongress-Zwischenwahlen im November könnten Bidens Demokraten ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus an Trumps Republikaner verlieren. Diese dürften den U-Ausschuss dann dichtmachen.

Der Untersuchungsausschuss will vorher einen Bericht vorlegen. Die Abgeordneten könnten dabei auch das Justizministerium aufrufen, strafrechtliche Ermittlungen gegen Trump einzuleiten. Anfang März bezichtigte das Gremium den Ex-Präsidenten in einem Gerichtsdokument einer «kriminellen Verschwörung». Ein Bundesrichter kam in der Folge zu der Einschätzung, der 75-Jährige habe sich mutmasslich einer Straftat schuldig gemacht, indem er versucht habe, die Kongresssitzung zur Zertifizierung von Bidens Wahlsieg zu behindern.

Der bei der konservativen Basis nach wie vor sehr beliebte Trump ist bei den Republikanern immer noch der starke Mann. Er bringt regelmässig eine mögliche neue Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2024 ins Spiel. 

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(AFP/roy)

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