Covid-ErkrankungTrump macht keine Angaben zu letztem negativen Test

US-Präsident Donald Trump kehrt auf die Wahlkampfbühne zurück, Harris' Kommunikationschefin wurde positiv getestet. Alles zu den US-Wahlen gibt es im Ticker.

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15. Oktober
15. Oktober

«Ich erinnere mich gar nicht daran»: US-Präsident Donald Trump macht keine Angaben dazu, wann er vor seiner Covid-Erkrankung zuletzt negativ auf das Coronavirus getestet wurde.

REUTERS
15. Oktober
15. Oktober

Die Kommunikationschefin von Kamala Harris wurde positiv getestet.

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12. Oktober
12. Oktober

Mehrere Schnelltests: US-Präsident Donald Trump wurde laut Leibarzt negativ auf das Coronavirus getestet.

Keystone/Evan Vucci

Das Programm zur Präsidentschaftswahl in den USA

So sollte es weitergehen im Rennen um die US-Präsidentschaft.

  • 15. Oktober: Die zweite Debatte zwischen Donald Trump und Joe Biden wurde abgesagt. Statt dessen halten beide je eine TV-Fragestunde in Miami bzw. Philadelphia ab - zur selben Zeit.

  • 22. Oktober: Drittes TV-Duell zwischen Donald Trump und Joe Biden

  • 3. November: Offizieller Wahltag

  • 14. Dezember: Electoral College wählt Präsident und Vize

  • 6.Januar 2021: Auszählung der Stimmen der Wahlmänner und -frauen

  • 20. Januar 2021: Amtseinführung des Präsidenten in Washington, D.C.

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Freitag, 16.10.2020

Keine Angaben zu Trumps letztem negativen Test

US-Präsident Donald Trump macht keine Angaben dazu, wann er vor seiner Covid-Erkrankung zuletzt negativ auf das Coronavirus getestet wurde. «Ich erinnere mich gar nicht daran», sagte Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) bei einer Fragestunde mit Wählern des Senders NBC in Miami (Florida). Er werde ständig getestet. Die Frage nach dem letzten negativen Testergebnis ist von Belang, weil im Raum steht, ob Trump womöglich noch Veranstaltungen abhielt, als er bereits wusste, dass er infiziert ist.

Nach Trumps eigenen Angaben war er am Abend des 1. Oktober positiv getestet worden. Er wurde danach für drei Tage ins Krankenhaus gebracht. Seine Ärzte und das Weisse Haus verweigern Angaben dazu, wann er zuletzt negativ getestet wurde. Kurz vor seinem positiven Testergebnis hatte Trump noch Veranstaltungen absolviert.

Bild: Reuters

Trump und Biden bei TV-Fragestunden

US-Präsident Donald Trump und sein demokratischer Herausforderer Joe Biden sind zeitgleich bei konkurrierenden TV-Fragestunden mit Wählern aufgetreten. Biden stellte sich in der Nacht auf Freitag (MESZ) Fragen von Wählern in Philadelphia, Trump war in Miami. Eigentlich sollten die Kandidaten in einer gemeinsamen Fernsehdebatte befragt werden. Die Planungen für das zweite Duell vor der Wahl am 3. November gerieten aber durcheinander, nachdem sich Trump mit dem Coronavirus infiziert hatte. Trump hatte sich geweigert, aus Sicherheitsgründen die Debatte online abzuhalten. Biden kündigte daraufhin eine eigene TV-Veranstaltung an, Trump zog nach.

Trump und Biden stellen sich Fragen

US-Präsident Donald Trump und sein demokratischer Herausforderer Joe Biden sind in der Nacht zu Freitag bei konkurrierenden TV-Fragestunden angetreten. Trump wurde unter anderem zu seinem letzten negativen Coronatest befragt, Biden zu seinen Ansichten zu Trumps Coronapolitik.

Donnerstag, 15.10.2020

Corona in Harris' Umfeld

Jetzt hat es auch das Team rund um den demokratischen Herausforderer Joe Biden getroffen: Die Kommunikationschefin von Kamala Harris, die Vizepräsidentschaftskandidatin von Biden, wurde positiv auf das Coronavirus getestet.

Zudem wurde laut Kampagnenleitung noch eine weitere Person positiv getestet, die zu einer Flugzeugbesatzung gehörte. Harris hat bis Ende Woche alle ihre geplanten Termine vorläufig abgesagt.

Trump ist nicht mehr ansteckend

Der Chef-Virologe des US-Gesundheitssystems, Anthony Fauci, erklärte, US-Präsident Donald Trump sei nicht mehr ansteckend. Er könne deswegen an einer Veranstaltung des Senders NBC News am Donnerstag ohne Probleme teilnehmen, sagt er dem Sender CBS.

Mittwoch, 14.10.2020

Trumps Sohn positiv getestet

Fast zwei Wochen nach ihrer Corona-Diagnose hat First Lady Melania Trump bekanntgegeben, dass sich neben US-Präsident Donald Trump und ihr auch Sohn Barron mit dem Virus angesteckt hatte. Der 14-Jährige habe keine Symptome gezeigt und sei mittlerweile wieder negativ auf das Coronavirus getestet worden, erklärte Melania Trump am Mittwoch.

Die 50-Jährige blickte in ihrer Mitteilung auf ihre eigene Covid-19-Erkrankung zurück. «Ich hatte grosses Glück, dass meine Diagnose mit minimalen Symptomen einherging, obwohl sie mich alle auf einmal trafen und es in den Tagen danach eine Achterbahn der Symptome zu sein schien.» Sie sei mittlerweile negativ auf das Coronavirus getestet worden und werde demnächst wieder ihren Verpflichtungen nachkommen.

Twitter sperrt Konten

Der US-Kurznachrichtendienst Twitter hat mehrere Konten von angeblich afroamerikanischen Trump-Befürwortern wegen Spam und Manipulation der Plattform gesperrt. «Unsere Teams arbeiten fleissig daran, diese Aktivität zu untersuchen, und werden gemäss den Twitter-Regeln Massnahmen ergreifen, wenn Tweets als Verstoss eingestuft werden», sagte eine Sprecherin des Social-Media-Unternehmens.

Eine Überprüfung einiger der gesperrten Konten durch die Nachrichtenagentur Reuters ergab, dass häufig Bilder von echten Personen mit falschen Namen verwendet wurden. Die meist identischen Kurznachrichten lauteten: «Ja, ich bin schwarz und wähle Trump!» Hinter den Konten verbargen sich teilweise Militärveteranen oder Mitgliedern von Strafverfolgungsbehörden.

Obama greift «bald» ein

Der frühere US-Präsident Barack Obama wird «bald» in den Wahlkampf für Joe Biden einsteigen. Obama plane als Ergänzung zu seinen bisherigen Aktivitäten aktiv für seinen ehemaligen Vizepräsidenten zu werben. «Wir müssen alles tun, um am 3. November zu gewinnen», wie ein Berater gegenüber ABC News sagte.

Montag, 12.10.2020

Dr. Fauci distanziert sich von Trumps Wahlvideo

Der US-Experte für Infektionskrankheiten, Dr. Anthony Fauci, ist nach eigenen Angaben bei einer Wahlwerbung für den US-Präsidenten Donald Trump falsch zitiert worden. «Meine Kommentare, die ohne meine Erlaubnis in der Werbekampagne verwendet wurden, wurden aus dem Kontext einer umfassenden Erklärung gerissen, die ich vor Monaten über die Bemühungen von Mitarbeitern der Gesundheitsbehörden abgegeben habe», erklärte Fauci am Sonntag. Er habe in seiner Funktion in den fast fünf vergangenen Jahrzehnten noch nie einen Kandidaten öffentlich unterstützt.

In dem umstrittenen Wahlkampf-Video lobt Fauci Trumps Vorgehen in der Corona-Krise. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand mehr tun könnte», sagte Fauci in dem 30-sekündigen Spot. Die Bemerkung stammt aus einem Interview im März, in dem der Direktor des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID), die breiteren Bemühungen zur Eindämmung des Virus – unter anderem durch die Corona-Task-Force - erörterte.

Der Sprecher der Trump-Wahlkampagne, Tim Murtaugh, verteidigte die Verwendung des Zitats: Die Worte von Fauci seien «korrekt und direkt aus Dr. Faucis Mund». «Wie Dr. Fauci kürzlich im Senat aussagte, nahm Präsident Trump das Virus von Anfang an ernst, handelte schnell und rettete Leben», fügte Murtaugh hinzu. Trump selbst erklärte auf Twitter: «Es sind in der Tat Dr. Faucis eigene Worte. Wir haben laut einigen Gouverneuren einen ‹phänomenalen› Job gemacht.»

Trump und Fauci gerieten beim Umgang mit der Pandemie mehrfach aneinander. In den USA sind bislang fast 7,7 Menschen infiziert und mehr als 214'000 Menschen an oder mit dem Corona-Virus gestorben.

Sonntag, 11.10.2020

Trump mit Pflaster

Laut seinem Leibarzt geht es US-Präsident Donald Trump so gut, dass er wieder «seinem aktiven Terminplan» nachgehen kann und auch «kein Übertragungsrisiko für andere mehr darstellt». Dennoch waren bei seinem nur rund 20-minütigen Auftritt auf einem Balkon des Weissen Hauses zwei Pflaster auf seinem Handrücken zu sehen.

Er bekomme seit acht Stunden keine Medikamente mehr, sagte der US-Präsident zu seinen Anhängern. Doch die Pflaster könnten Hinweise darauf sein, dass Trump immer noch intravenös Medikamente verabreicht werden, wie US-Journalisten mutmassen.

Trump ist nicht mehr ansteckend

Nach seiner Covid-19-Erkrankung ist US-Präsident Donald Trump seinem Leibarzt zufolge nicht mehr ansteckend. Der jüngste Coronavirus-Test habe nach «gegenwärtig anerkannten Standards» gezeigt, dass der Präsident «kein Übertragungsrisiko für andere mehr darstellt», erklärte Mediziner Sean Conley am Samstagabend in einem vom Weissen Haus verbreiteten Schreiben. Er berief sich dabei auf Trumps jüngsten Test vom Samstagmorgen. Trump, der sich am 3. November um eine zweite Amtszeit bewirbt, hat schon ab Montag wieder grosse Wahlkampfauftritte geplant.

Trump könne nun, rund zehn Tage nach dem Auftreten erster Symptome, gemäss den Kriterien der Gesundheitsbehörde CDC seine freiwillige Quarantäne beenden, erklärte der Arzt. Die Tests im Verlauf seiner Erkrankung hätten eine stets abnehmende Viruskonzentration gezeigt, schrieb Conley weiter. Er werde Trump, der wieder zu «seinem aktiven Terminplan» zurückkehre, weiter beobachten.

Trump habe seit «weit mehr als 24 Stunden» kein Fieber mehr, «alle Symptome» hätten sich «verbessert», schrieb der Arzt. Er machte aber keine Angaben dazu, welche Symptome bei Trump noch in welchem Mass feststellbar waren. Zudem schrieb Conley an keiner Stelle explizit, dass der jüngste Corona-Test bei Trump negativ ausgefallen war. Es schien daher auch möglich, dass der jüngste Test wegen einer geringen Viruskonzentration immer noch positiv ausgefallen war.

Samstag, 10.10.2020

Trump empfängt Anhänger vor Weissem Haus

US-Präsident Donald Trump versammelt am Samstag Anhänger vor dem Weissen Haus für seinen ersten öffentlichen Auftritt nach der Covid-19-Erkrankung. Trump werde bei einem «friedlichen Protest für Recht und Ordnung» auf der Südwiese seiner Residenz sprechen, teilte das Weisse Haus am Freitagabend mit. US-Medien hatten zuvor berichtet, rund 2000 Personen seien eingeladen worden. Trump wolle sich vom Balkon des Weissen Hauses an sie wenden.

Nach wie vor ist unklar, ob der Präsident nicht mehr ansteckend ist. Trump sagte in einem am Freitagabend ausgestrahlten TV-Interview, er sei getestet worden, habe die Werte aber noch nicht bekommen. Sein Leibarzt hatte am Donnerstag mitgeteilt, Trump werde ab Samstag wieder öffentliche Termine absolvieren dürfen. Er war nach offiziellen Angaben am Donnerstag vergangener Woche positiv getestet worden.

Trump hatte zuvor für Samstagabend einen Wahlkampfauftritt in Florida in Aussicht gestellt – zugleich aber eingeräumt, es sei noch unklar, ob das so kurzfristig organisiert werden könne. Jetzt wurde die Reise nach Florida für den Montag angekündigt. Florida zählt zu den wichtigen Bundesstaaten für die Präsidentenwahl am 3. November. Trump liegt dort in Umfragen hinter Herausforderer Joe Biden zurück.

TV-Debatte abgesagt

Die für kommende Woche geplante zweite TV-Debatte von Donald Trump und Joe Biden zur US-Präsidentenwahl ist offiziell abgesagt worden. Die Kontrahenten werden aber wie geplant am 22. Oktober aufeinandertreffen, wie die Veranstalter am Freitag mitteilten. Beide Seiten hätten für diesen Termin zugesagt.

Die Planungen für die Debatte am 15. Oktober gerieten durcheinander, als Präsident Trump an Covid-19 erkrankte. Die Kommission gab am Donnerstag bekannt, dass sie die Debatte online abhalten wolle, statt die Kandidaten in einem Raum zusammenzubringen. Trump sagte daraufhin seine Teilnahme ab. Herausforderer Joe Biden setzte daraufhin für den Tag eine Fragestunde mit Wählern an, die im Fernsehen übertragen werden soll. Die Kommission, die die TV-Debatten veranstaltet, verwies nun darauf, dass die Kandidaten andere Pläne hätten.

Freitag, 9.10.2020

Auftritte in Florida und Washington

Der an Covid-19 erkrankte US-Präsident Donald Trump wird am Montag zu einem Wahlkampfauftritt nach Florida fliegen. Das kündigte sein Wahlkampfteam am Freitag an. Trump hatte am Vortag einen Auftritt in Florida bereits am Samstag in Aussicht gestellt – zugleich aber eingeräumt, es sei noch unklar, ob das so kurzfristig organisiert werden könne.

Nach Informationen des Senders ABC sowie der «New York Times» und der «Washington Post» will Trump nun am Samstag zu seinen Anhängern vom Balkon auf der Südseite des Weissen Hauses aus sprechen.

Den Angaben seines Leibarztes zufolge wird Trump ab Samstag wieder öffentliche Termine wahrnehmen dürfen. Unklar ist bisher, ob das Weisse Haus belegen wird, dass der Präsident nicht mehr ansteckend ist. Er war nach offiziellen Angaben am Donnerstag vergangener Woche positiv getestet worden. (SDA)

Wahlkampfautritte am Samstag

US-Präsident Donald Trump hat fürs Wochenende die ersten Wahlkampfauftritte seit seiner Covid-19-Erkrankung in Aussicht gestellt. Er wolle am Samstag nach Florida und am Sonntag nach Pennsylvania, sagte Trump in einem Telefoninterview mit dem TV-Sender Fox News.

Trump schränkte zugleich ein, dass man die Veranstaltungen noch organisieren müsse. Florida und Pennsylvania sind wichtige Bundesstaaten für die Präsidentenwahl am 3. November, in denen Trump in Umfragen zurückliegt. Während das Weisse Haus seit Tagen betont, dass Trump keine Krankheitssymptome mehr habe, musste er in dem gut 20-minütigen Interview zwei Mal mitten in einem Satz wegen Problemen mit der Stimme und Husten pausieren.

Trump will mit Biden auf Bühne debattieren

Das Wahlkampfteam von US-Präsident Donald Trump fordert, dass die zweite TV-Debatte mit Herausforderer Joe Biden wie ursprünglich mit Anwesenheit beider Kandidaten am nächsten Donnerstag über die Bühne geht. Wahlkampfmanager Bill Stepien verwies darauf, dass Trumps Leibarzt bereits zum Wochenende von einer sicheren Rückkehr des an Covid-19 erkrankten Präsidenten in die Öffentlichkeit ausgehe. Damit gebe es keinen Grund mehr dafür, die Debatte online abzuhalten oder zu verschieben, argumentierte er am Donnerstag.

Trump darf zum Wochenende in die Öffentlichkeit zurück

US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben seines Leibarztes die Behandlung seiner Corona-Erkrankung abgeschlossen. Trump könne ab Samstag wieder Termine in der Öffentlichkeit wahrnehmen, erklärt Sean Conley in einem vom Präsidialamt veröffentlichten Memo. Demnach sprach Trump auf die Therapie «extrem gut» an. Seit seiner Rückkehr aus dem Krankenhaus ins Weisse Haus sei sein Zustand stabil geblieben.

Vertrauen in Trumps Corona-Krisenmanagement sinkt

Die US-Bürger verlieren immer mehr das Vertrauen in das Corona-Krisenmanagement von US-Präsident Donald Trump.

Laut einer zwischen Dienstag und Donnerstag erstellten Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos befürworten lediglich noch 37 Prozent der Befragten Trumps Umgang mit der Pandemie.

59 Prozent lehnen seinen Kurs dagegen ab. Mit 22 Prozentpunkten war der Abstand zwischen den beiden Werten noch nie so gross seit Beginn der Erhebung Anfang März.

Vor einer Woche, also bevor bekannt wurde, dass Trump sich mit dem Virus infiziert hatte, Betrug die Differenz noch elf Prozentpunkte.

Donnerstag, 8.10.2020

Joe Biden will «Bürgerforum»

Zwischen dem Trump- und dem Biden-Lager ist eine Diskussion über die zweite TV-Debatte am 15. Oktober entbrannt. Nachdem bekanntegegeben wurde, dass das Duell virtuell stattfinden solle, zog Donald Trump seine Teilnahme mit der Bemerkung zurück, er wolle nicht «seine Zeit verschwenden».

Nun konterte Joe Biden und schlug vor, die Debatte solle stattdessen am 22. Oktober stattfinden und zwar in Form eines Bürgerforums, in dem Bürgerinnen und Bürger aus dem Publikum Fragen stellen dürfen. Eine Wahlkampf-Mitarbeiterin von Biden sagte gegenüber «The Hill»: «Die Wählerinnen und Wähler sollten eine Chance bekommen, beiden Kandidaten direkt Fragen zu stellen. Jeder Präsidentschaftskandidat seit 1992 hat an so einem Forum teilgenommen, es wäre wirklich schade, wenn Donald Trump der erste wäre, der sich weigert.»

34 Fälle im Weissen Haus

Der Corona-Ausbruch im Weissen Haus hat einem Medienbericht zufolge grössere Ausmasse als bislang bekannt. Der Sender ABC News berichtete am Mittwochabend unter Berufung auf ein internes Dokument der Katastrophenschutzbehörde (Fema), dass sich 34 «Mitarbeiter des Weissen Hauses und andere Kontakte» in den vergangenen Tagen mit dem Virus infiziert haben. Ob die gelisteten Fälle auch US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania umfassen, ging aus dem Bericht nicht hervor.

Nach Bekanntwerden der Infektion von Trump am Freitag ist die Liste mit infizierten Vertrauten des Präsidenten immer länger geworden. Neben der Sprecherin des Weissen Hauses sind auch enge Berater Trumps, Hope Hicks und Stephen Miller, positiv getestet worden. Das Weisse Haus hält sich unter Verweis auf Persönlichkeitsrechte äusserst bedeckt bei Angaben zum Umfang des Ausbruchs.

Unterdessen teilten die US-Marines mit, dass der stellvertretende Kommandeur, General Gary Thomas, positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Thomas habe sich am Dienstag als Vorsichtsmassnahme in häusliche Quarantäne begeben, nachdem ein enger Kontakt positiv getestet worden sei. Auch weitere ranghohe Generäle, darunter Generalstabschef Mark Milley, arbeiten derzeit von zuhause, weil sie bei einer Besprechung dem Coronavirus ausgesetzt gewesen sein könnten. Zuvor war der Vizechef der Küstenwache, Admiral Charles Ray, positiv getestet worden.

Trump verspricht kostenlose Covid-Behandlung

US-Präsident Donald Trump hat seinen Landsleuten die gleiche Behandlung mit Antikörper-Mitteln versprochen, wie er sie bekommen hat. Er wolle bald eine ausserordentliche Erlaubnis zum raschen Einsatz der Arzneien unterzeichnen, sagte Trump in einem am Mittwoch veröffentlichten Video.

Der US-Präsident war vergangene Woche mit einem noch experimentellen Mittel der Biotech-Firma Regeneron behandelt worden. Danach habe er sich binnen 24 Stunden «grossartig» gefühlt, schwärmte Trump. «Ich will, dass Sie bekommen, was ich bekommen habe – und ich werde es kostenlos machen.» Es gebe «hunderttausende Dosen» davon. Unklar ist allerdings, ob und wie der Zulassungsprozess für so neue Medikamente beschleunigt werden kann.

Es sei «Gottes Segen» gewesen, dass er an Covid-19 erkrankt sei, sagte Trump weiter. Dadurch sei er auf die Antikörper-Behandlung aufmerksam geworden. «Ich nenne es ein Heilmittel», sagte der Präsident, dem neben für normale Bürger nicht erhältlichen Medikamenten auch mehrere Spitzenärzte rund um die Uhr zur Verfügung standen.