Joe Biden in Georgia: «Trump verbringt mehr Zeit mit Jammern als mit Regieren»
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Joe Biden in Georgia«Trump verbringt mehr Zeit mit Jammern als mit Regieren»

Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat vor der Stichwahl im US-Staat Georgia für die demokratischen Kandidaten geworben.

«Morgen kann ein neuer Tag für Amerika sein»: Der gewählte US-Präsident Joe Biden. (4. Januar 2021)

«Morgen kann ein neuer Tag für Amerika sein»: Der gewählte US-Präsident Joe Biden. (4. Januar 2021)

AFP/Jim Watson

Darum gehts

  • Im US-Staat Georgia werden am Dienstag zwei Senatoren gewählt.

  • Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat eindringlich für die beiden demokratischen Bewerber geworben.

  • Gleichzeitig hat er Amtsinhaber Donald Trump scharf kritisiert.

Einen Tag vor entscheidenden Stichwahlen für zwei US-Senatssitze im Bundesstaat Georgia hat der gewählte US-Präsident Joe Biden eindringlich für die beiden demokratischen Bewerber geworben. Biden sagte am Montag bei einem Auftritt mit den beiden Kandidaten Jon Ossoff und Raphael Warnock in Atlanta mit Blick auf die Abstimmungen: «Morgen kann ein neuer Tag für Atlanta, für Georgia und für Amerika sein.» Das Ergebnis der beiden Stichwahlen entscheidet darüber, ob die Republikaner ihre Mehrheit im Senat verteidigen können oder ob Bidens Demokraten neben dem Repräsentantenhaus künftig auch die andere Kongresskammer in Washington dominieren.

Biden sagte über Ossoff und Warnock: «Sie sind prinzipientreu, sie sind qualifiziert. Sie sind ehrenhaft, sie meinen, was sie sagen.» Den beiden republikanischen Amtsinhabern David Perdue und Kelly Loeffler warf Biden vor, diese dächten, dass ihre Loyalität dem scheidenden Präsidenten Donald Trump gehöre, nicht Georgia und der Verfassung der Vereinigten Staaten.

Vorwürfe an Trump

Biden warf Trump zudem vor, die US-Bundesstaaten nicht bei der Impfkampagne gegen Covid-19 zu unterstützen. «Der Präsident verbringt mehr Zeit damit zu jammern und zu klagen, als sich um das Problem zu kümmern. Ich weiss nicht, warum er den Job noch will, wenn er die Arbeit nicht leisten möchte.» Trump weigert sich weiterhin, Bidens Sieg bei der Präsidentenwahl am 3. November anzuerkennen. Der Republikaner spricht von massivem Wahlbetrug, für den es keine Belege gibt.

Trump hatte am Samstag versucht, Bidens knappen Sieg in Georgia bei der Präsidentenwahl nachträglich zu kippen. In einem Telefonat hatte Trump den für die Wahl in Georgia zuständigen Staatssekretär Brad Raffensperger – ebenfalls ein Republikaner – unverblümt aufgefordert, das Ergebnis «nachzuberechnen». Verantwortliche in dem südlichen Bundesstaat wiesen die Behauptungen über angeblichen Wahlbetrug am Montag erneut als «nachweislich falsch» zurück.

«Ich will nur 11’780 Stimmen finden (...), weil wir den Bundesstaat gewonnen haben», sagte Trump laut Mitschnitt des Gesprächs mit Raffensperger, den US-Medien veröffentlichten. Biden liegt nach zwei Neuauszählungen 11’779 Stimmen vor Trump. Biden spottete am Montag mit Blick auf die insgesamt drei Stimmenauszählungen: «Wir haben hier drei Mal gewonnen.» Er fügte hinzu, in den USA könnten Politiker nicht die Macht ergreifen, diese werde vom Volk verliehen.

(DPA/chk)

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