Offener Streit: Trump will Einreisestopp aus Europa kippen – Biden lehnt ab
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Offener StreitTrump will Einreisestopp aus Europa kippen – Biden lehnt ab

US-Präsident Donald Trump hat ein Ende des Corona-Einreisestopps für Ausländer angeordnet. Der gewählte Präsident Joe Biden ist dagegen.

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Beendet die rund zehnmonatige Einreisesperre: Der scheidende US-Präsident Donald Trump. (Archivbild)

Beendet die rund zehnmonatige Einreisesperre: Der scheidende US-Präsident Donald Trump. (Archivbild)

AFP/Mandel Ngan
Will von einer Lockerung der Einreisebestimmungen nichts wissen: Der gewählte US-Präsident Joe Biden. (Archivbild)

Will von einer Lockerung der Einreisebestimmungen nichts wissen: Der gewählte US-Präsident Joe Biden. (Archivbild)

AFP/Jim Watson
Trumps Amtszeit endet am Mittwochmittag.

Trumps Amtszeit endet am Mittwochmittag.

AFP/Mandel Ngan

Darum gehts

  • Vor zehn Monaten hat US-Präsident Donald Trump wegen der Corona-Pandemie einen Einreisestopp für Ausländer aus den meisten europäischen Staaten verhängt.

  • Zwei Tage vor Ende seiner Amtszeit hat er nun diese Einreisesperre wieder aufgehoben.

  • Der gewählte US-Präsident Joe Biden will den Einreisestopp nicht aufheben.

Offener Streit über die US-Corona-Einreisesperren für Europäer: Der scheidende US-Präsident Donald Trump hat ein Ende der Einreiseverbote angekündigt – sein Nachfolger Joe Biden hat dem aber umgehend eine Absage erteilt. Das Weisse Haus erklärte am Montagabend, Reisende aus dem Schengen-Raum, Grossbritannien, Irland und auch Brasilien dürften ab dem 26. Januar wieder in die USA einreisen. Voraussetzung sei ein negativer Corona-Test.

Bidens Sprecherin Jen Psaki entgegnete aber umgehend im Kurzbotschaftendienst Twitter, die Beschränkungen sollten nicht aufgehoben werden. Vielmehr sollten die Sicherheitsmassnahmen bei internationalen Reisen noch verstärkt werden, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.

«Jetzt ist nicht der Zeitpunkt, um Beschränkungen bei internationalen Reisen aufzuheben», erklärte Psaki und verwies auf die Verschlimmerung der Pandemie und das Auftreten noch ansteckenderer Virusvarianten.

Negativer Corona-Test

Trumps Amtszeit endet am Mittwochmittag, wenn Biden vereidigt wird. Am 26. Januar wird folglich Biden im Amt sein. Der neue Präsident hat den Kampf gegen die Corona-Pandemie zu seiner wichtigsten Aufgabe erklärt.

Die USA hatten am 11. März des vergangenen Jahres Einreiseverbote für Reisende verhängt, die sich in den vergangenen 14 Tagen im Schengen-Raum aufgehalten hatten. Drei Tage später wurde dies auf Grossbritannien und Irland ausgeweitet, im Mai dann auf Brasilien. Die Massnahme hat bis heute Bestand, es gibt aber eine Reihe von Ausnahmen. Einreiseverbote gelten auch für Reisende aus China und dem Iran.

Vergangene Woche kündigte die US-Gesundheitsbehörde CDC dann an, dass ab dem 26. Januar von allen Flugreisenden in die USA ein negativer Corona-Test verlangt wird. Fluggesellschaften dürfen demnach nur noch Passagiere an Bord lassen, die ein negatives Testergebnis vorlegen können.

«Diese Massnahme ist der beste Weg, um die Amerikaner weiterhin vor Covid-19 zu schützen und gleichzeitig eine sichere Wiederaufnahme des Reiseverkehrs zu ermöglichen», erklärte Trump nun.

Die USA sind das Land mit der höchsten Zahl der registrierten Corona-Infektionen und -Todesfälle weltweit. Seit Beginn der Pandemie wurden mehr als 24 Millionen Ansteckungen und rund 400’000 Tote verzeichnet.

(AFP/chk)

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