02.04.2020 07:19

«Werden sehr hohen Preis bezahlen»

Trump warnt Iran vor «heimlicher Attacke»

Der US-Präsident droht Iran auf Twitter, sollte es zu einem Angriff auf US-Ziele im Irak kommen. Er sendet aber auch versöhnliche Zeichen nach Teheran.

von
lha
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US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran am Mittwoch auf Twitter, sollte es zu einer« heimlichen Attacke» auf US-Ziele im Irak kommen.

US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran am Mittwoch auf Twitter, sollte es zu einer« heimlichen Attacke» auf US-Ziele im Irak kommen.

Getty Images/win Mcnamee
Er verriet allerdings nicht, auf welche Quellen er sich bezog. Zugleich erklärte der Präsident bei einem Auftritt im Weissen Haus, Teheran könne schnell einen Deal mit den USA schliessen, wenn sich die dortige Führung bewege.

Er verriet allerdings nicht, auf welche Quellen er sich bezog. Zugleich erklärte der Präsident bei einem Auftritt im Weissen Haus, Teheran könne schnell einen Deal mit den USA schliessen, wenn sich die dortige Führung bewege.

Getty Images/win Mcnamee
Wegen der Ausbreitung des Coronavirus auch in den Iran fordert Teheran von der internationalen Gemeinschaft, Druck auf die USA auszuüben, um zumindest angesichts der Pandemie einige Sanktionen gegen das Land aufzuheben.

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus auch in den Iran fordert Teheran von der internationalen Gemeinschaft, Druck auf die USA auszuüben, um zumindest angesichts der Pandemie einige Sanktionen gegen das Land aufzuheben.

Ebrahim Noroozi

Doppelte Botschaft aus dem Weissen Haus: Einerseits droht US-Präsident Trump dem Iran mit schweren Konsequenzen im Fall einer Attacke auf amerikanische Ziele. Andererseits sagt er, Teheran könne schnell einen Deal mit Washington bekommen.

US-Präsident Donald Trump hat den Iran vor einem Angriff auf US-Truppen oder -Ziele im Irak gewarnt. Der Iran oder seine Verbündeten planten eine «heimliche Attacke», schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter – ohne konkret zu sagen, auf welche Informationen er sich bezog.

«Sollte das passieren, wird der Iran wirklich einen sehr hohen Preis zahlen!», drohte Trump. Zugleich erklärte der Präsident bei einem Auftritt im Weissen Haus, Teheran könne schnell einen Deal mit den USA schliessen, wenn sich die dortige Führung bewege. Er reagierte damit auch auf die Frage nach einer möglichen Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran, der derzeit schwer von der Corona-Krise getroffen ist.

Die Bedingung sei sehr simpel: «keine Atomwaffen». Die Iraner seien aber stolz. «Es fällt ihnen schwer, zum Telefonhörer zu greifen.» Dabei könnten sie die Probleme in ihrem Land auf einfache Weise lösen. «Ich glaube wirklich, dass sie einen Deal machen wollen. Alles was sie tun müssen, ist anzurufen.»

Sanktionen verschärfen Corona-Krise

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus auch in den Iran fordert Teheran von der internationalen Gemeinschaft, Druck auf die USA auszuüben, um zumindest angesichts der Pandemie einige Sanktionen gegen das Land aufzuheben.

Nach einer Aufstellung der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität wurden im Iran bislang bereits mehr als 47'000 Infektionen mit dem Virus nachgewiesen. Mehr als 3000 Menschen in dem Land seien bereits an dem Erreger gestorben.

Laut Teheran erschweren die US-Sanktionen die medizinische Behandlung der Patienten. Da wegen der Sanktionen auch keine Banktransaktionen möglich sind, kann das Land keine Medikamente und medizinische Logistik aus dem Ausland kaufen.

Langjähriger Konflikt

Die USA überziehen den Iran seit langem mit massiven Wirtschaftssanktionen. Trump hatte 2018 das mühsam ausgehandelte internationale Atomabkommen mit dem Iran einseitig aufgekündigt, weil es aus seiner Sicht nicht weit genug geht.

Die USA und der Iran sind seit langem in einen schweren Konflikt verstrickt. Der Irak hat sich zusehends zum Schauplatz einer Konfrontation beider Seiten entwickelt. Im Januar hatte der Konflikt seinen Höhepunkt erreicht, als die USA bei einem Luftangriff in der Hauptstadt Bagdad unter anderem den iranischen Top-General Ghassem Soleimani töteten. (lha/sda)

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