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«Ungerechtigkeit» revidierenTrump will Meeresschutzgebiet wieder öffnen

Der Präsident will eine Anordnung seines Vorgängers Barack Obama wieder rückgängig machen. Sein Plan aber dürfte noch ein Fall für die Justiz werden.

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Der Präsident war zuvor in Maine, um einen Erlass zu unterzeichnen: Donald Trump bei seiner Ankunft auf der  Militärbasis in Maryland. (5. Juni 2020)

Der Präsident war zuvor in Maine, um einen Erlass zu unterzeichnen: Donald Trump bei seiner Ankunft auf der Militärbasis in Maryland. (5. Juni 2020)

Keystone/Yuri Gripas
Dort wollte er eine «Ungerechtigkeit», wie er es nennt, aus der Welt schaffen.

Dort wollte er eine «Ungerechtigkeit», wie er es nennt, aus der Welt schaffen.

REUTERS
Eine Ungerechtigkeit, für die in Trumps Augen sein Vorgänger Barack Obama verantwortlich ist.

Eine Ungerechtigkeit, für die in Trumps Augen sein Vorgänger Barack Obama verantwortlich ist.

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Darum gehts

  • Donald Trump reiste nach Maine, um einen Erlass zu unterzeichnen.
  • Das Schutzgebiet im US-Bundesstaat soll für den kommerziellen Fischfang wieder geöffnet werden.
  • Barack Obama hatte die Region damals unter Schutz gestellt.
  • Präsident Trump bezeichnet diesen Akt als «Ungerechtigkeit».

US-Präsident Donald Trump will ein Meeresschutzgebiet im Atlantik wieder für die kommerzielle Fischerei öffnen. In Anwesenheit von Fischern unterzeichnete Trump am Freitag bei einem Besuch in Bangor im Bundesstaat Maine einen entsprechenden Erlass, der eine Anordnung seines Vorgängers Barack Obama wieder rückgängig machen soll. Obama hatte das Gebiet mit unterseeischen Schluchten und Erhebungen gut 200 Kilometer südöstlich von Cape Cod 2016 zu einem Schutzgebiet erklärt.

Trump sagte am Freitag, er revidiere diese «Ungerechtigkeit» seines Vorgängers. Das Gebiet werde wieder für kommerzielle Fischerei geöffnet. Die Region als Schutzgebiet einzustufen, sei besonders für Hummerfänger ungerecht gewesen. Trump versucht regelmässig, Umweltschutzbestimmungen seines Vorgängers rückgängig zu machen. Auch in diesem Fall dürfte sein Vorgehen vor Gericht landen.

Erst am Donnerstag hatte Trump eine Verfügung unterzeichnet, nach der beim Bau von Grossprojekten wie Autobahnen oder Pipelines weniger Umweltprüfungen notwendig sein sollen. Die Wirtschaft sollte nicht mit «unnötigem Papierkrieg und kostspieligen Verzögerungen» belastet werden, erklärte Trump. Der Erlass wurde mit dem wegen der Coronavirus-Pandemie verhängten Gesundheitsnotstand begründet.

(SDA)

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13 Kommentare
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GR

06.06.2020, 05:15

Schade das dieser Herr als der trotziger, uneinsichtiger und nicht gerade intelligenter Präsident in die Geschichte gehen wird. Aber eben, die Alternative wäre intelligenter gewesen, aber um einiges gefährlicher. Leider wird man in diesem Land nur als Sehr gut betuchter Präsident, sonst hätte es sicher fähige Menschen.

Trudi

06.06.2020, 05:06

President Trump weiss schon was er tut. Obama dachte das auch.

marco

06.06.2020, 04:53

Dieser sogenate Präsidend,oder wie sich der gelb orange Typ gerade nennt ist an dummheit kaum zu überbieten. blöd nur, ausser Indien werden die drei grösten länder entweder von Diktstoren,Ober Maffiosis oder Idioten geführt. Hilfee.