Aktualisiert 15.08.2019 06:02

«Menschlich lösen»

Trump will Xi wegen Hongkong treffen

Der US-Präsident macht laut einem Tweet eine Einigung im Zollstreit davon abhängig, wie China die Hongkong-Krise löst.

von
chk
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Die Krise lasse sich laut Trump «schnell und menschlich» lösen: Polizisten feuern Tränengas in die Menge. (14. August 2019)

Die Krise lasse sich laut Trump «schnell und menschlich» lösen: Polizisten feuern Tränengas in die Menge. (14. August 2019)

Keystone/AP/Miguel Candela
Tausende Demonstranten protestieren seit rund zwei Monaten in Hongkong. Die Proteste waren ursprünglich durch ein von der Regierung vorgeschlagenes Auslieferungsgesetz ausgelöst worden.

Tausende Demonstranten protestieren seit rund zwei Monaten in Hongkong. Die Proteste waren ursprünglich durch ein von der Regierung vorgeschlagenes Auslieferungsgesetz ausgelöst worden.

Laurel Chor
Der Entwurf wurde einige Zeit später zurückgezogen. Aus den Protetesten wurde eine Bewegung, die sich gegen den wachsenden Einfluss von Peking stark macht.

Der Entwurf wurde einige Zeit später zurückgezogen. Aus den Protetesten wurde eine Bewegung, die sich gegen den wachsenden Einfluss von Peking stark macht.

kin Cheung

In der Hongkong-Krise hat US-Präsident Donald Trump offenbar ein persönliches Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping vorgeschlagen. Trump schrieb am Mittwoch auf Twitter, Xi könne die Krise in Hongkong «schnell und menschlich lösen», wenn er das wolle.

Er fügte hinzu: «Persönliches Treffen?» Trump machte dabei eine Einigung mit China im Zollstreit davon abhängig, wie sich das Regime in Peking gegenüber den Demonstranten in Hongkong verhält. «Natürlich will China einen Deal. Lasst sie erst Hongkong menschlich behandeln», schrieb Trump.

Zuvor hatte sich die US-Regierung «zutiefst besorgt» angesichts von Berichten über chinesische Truppenbewegungen an der Grenze zu Hongkong gezeigt. Washington fordere Peking «nachdrücklich» auf, das «hohe Mass an Autonomie» Hongkongs zu respektieren, erklärte ein Sprecher des US-Aussenministeriums.

Seit Wochen protestieren Demokratie-Aktivisten in der chinesischen Sonderverwaltungszone gegen die pekingtreue Regierung. Die Furcht vor einer militärischen Eskalation nahm zuletzt zu. Chinesische Medien berichteten, dass die Volksbefreiungsarmee zahlreiche Militärfahrzeuge zu «Übungszwecken» in die südchinesische Metropole Shenzhen entsandt habe, die an der Grenze zu Hongkong liegt. Auch Trump erklärte unter Verweis auf die US-Geheimdienste, Peking habe Truppen an die Grenze zu Hongkong geschickt. (chk/sda)

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