Aktualisiert 09.04.2020 05:25

Wirtschaft in den USA

Trump würde gerne mit «grossem Knall» öffnen

So schnell wie möglich möchte Donald Trump das Land wieder öffnen. Er sieht das Vorhaben jedoch selbst skeptisch.

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Der US-Präsident Donald Trump würde die Wirtschaft gerne mit einem «grossen Knall» wieder öffnen.

Der US-Präsident Donald Trump würde die Wirtschaft gerne mit einem «grossen Knall» wieder öffnen.

Chris Kleponis / Pool
Zuerst müsse aber die Infektionskurve nach unten zeigen.

Zuerst müsse aber die Infektionskurve nach unten zeigen.

AP/Alex Brandon
Die USA haben inzwischen mehr Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land. Der US-Präsident aber bleibt dabei: «Wir machen einen hervorragenden Job bei der Bewältigung der Krise».

Die USA haben inzwischen mehr Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land. Der US-Präsident aber bleibt dabei: «Wir machen einen hervorragenden Job bei der Bewältigung der Krise».

Getty Images/Drew Angerer

US-Präsident Donald Trump kann es nicht erwarten, dass die Corona-Krise überwunden ist. Allerdings müsse die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen dafür wohl erst einmal zurückgehen, machte Trump am Mittwochabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus deutlich.

Er sprach von der Möglichkeit, dass das Land phasenweise zur Normalität zurückkehren könnte. Es könnte auch in weniger betroffenen Regionen schneller gehen als anderswo. Eigentlich wäre es schön, das Land «mit einem grossen Knall» wieder zu öffnen, sagte Trump.

Ein Datum für eine Rückkehr zum Normalbetrieb wollte er nicht nennen. «Wir müssen vorsichtig sein», sagte Trump. Ganz anders klang das noch vor rund zwei Wochen, als er mit Verweis auf die verheerenden Folgen für die Wirtschaft sagte, die Beschränkungen möglichst schon Ostern aufheben zu wollen. Trump sagte am Mittwoch zu, sich auf den Rat seiner Experten verlassen zu wollen.

«Haben furchtbare Tage vor uns»

In der Pandemie steuern die USA derzeit auf eine kritische Phase zu, in denen nach Prognosen täglich mehr als 2000 Corona-Infizierte sterben könnten. «Wir haben einige furchtbare Tage vor uns, aber wir werden einige wunderbare Tage vor uns haben, wir werden das hinter uns bringen», sagte Trump. Je strikter die Amerikaner die Richtlinien zur sozialen Distanz einhielten, desto schneller gehe es. «Wir sind hoffentlich auf dem Weg zum letzten Abschnitt.»

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore verzeichnete bis Mittwochabend (Ortszeit) rund 430 000 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in den USA. Mehr als 14 600 Menschen starben nach einer Infektion mit dem Coronavirus. Besonders viele Tote hat New York zu beklagen. Die Zahl der neuen Patienten in Krankenhäusern ging dort aber zuletzt zurück und sorgt für vorsichtigen Optimismus. (sda)

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