Politischer Druck: Trumps Leibarzt gibt seinen Job auf
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Politischer DruckTrumps Leibarzt gibt seinen Job auf

Er soll zu viel getrunken und leichtfertig Medikamente verteilt haben: Nach gescheiterter Ministerkandidatur gibt Ronny Jackson jetzt seinen Posten im Weissen Haus ab.

von
kko
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Ronny Jackson (rechts) war bisher Leibarzt von US-Präsident Donald Trump.

Ronny Jackson (rechts) war bisher Leibarzt von US-Präsident Donald Trump.

AP/Carolyn Kaster
Nun gibt der 50-Jährige diesen Job ab. Nur wenige Tage nachdem er seine Kandidatur für das Amt des Veteranenministers zurückgezogen hatte.

Nun gibt der 50-Jährige diesen Job ab. Nur wenige Tage nachdem er seine Kandidatur für das Amt des Veteranenministers zurückgezogen hatte.

AP/J. Scott Applewhite
Trump hatte Jackson im März überraschend als seinen Wunschkandidaten für das Veteranenministerium erklärt.

Trump hatte Jackson im März überraschend als seinen Wunschkandidaten für das Veteranenministerium erklärt.

AP/Alex Brandon

Ronny Jackson, bisher der persönliche Arzt von US-Präsident Donald Trump, wird seinen Job als Leibarzt nicht mehr aufnehmen. Das berichtete das Magazin «Politico» am Sonntag. Demzufolge soll der 50-Jährige aber Teil des Ärzteteams im Weissen Haus bleiben.

Wenige Tage zuvor hatte Jackson, der seit 2013 als Leibarzt des US-Präsidenten fungiert, seine Kandidatur für das Amt des Veteranenministers zurückgezogen. «Mit Bedauern» verzichte er auf seine Kandidatur, teilte der Mediziner und Konteradmiral am Donnerstag in Washington mit.

Betrunken bei der Arbeit

Zuvor war er massiv unter Druck geraten. Jackson wird vorgeworfen, Mitarbeiter schlecht behandelt und leichtfertig Medikamente verteilt zu haben, auch soll er bei der Arbeit immer wieder betrunken gewesen sein.

In einer schriftlichen Erklärung bezeichnete der dreifache Familienvater die Vorwürfe als «komplett falsch und erfunden». Am Mittwoch hatte der Arzt noch gesagt, dass er an seiner Kandidatur festhalte und das Nominierungsverfahren «wie geplant» weitergehe. Doch zuvor hatte der Veteranenausschuss des US-Senats eine Anhörung zu seiner Nominierung wegen der «schweren Vorwürfe» auf unbestimmte Zeit verschoben.

Nachfolger Jacksons ist laut «Politico» der Navy-Veteran Sean Conley.

Trump verteidigt Jackson als «wunderbaren Mann»

Trump hatte Jackson im März überraschend als seinen Wunschkandidaten für das Veteranenministerium erklärt. Er hatte Jackson angesichts der zunehmenden Vorwürfe als «wunderbaren Mann» verteidigt. Sein Kandidat werde «von einem Haufen Politiker angepöbelt, die nicht nett über unser Land denken», sagte der Präsident.

Jackson war bereits der Leibarzt von Trumps Vorgänger Barack Obama. An der Spitze des Veteranenministeriums sollte er die Nachfolge des von Trump entlassenen David Shulkin antreten. Shulkin war unter anderem durch Enthüllungen über Missstände in dem Ministerium unter Druck geraten.

Das Ressort ist mit 360'000 Beschäftigten und einem Jahresbudget von 186 Milliarden Dollar die grösste US-Bundesbehörde nach dem Verteidigungsministerium.

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