Knatsch um Geschäftsübergabe: Trumps und Obamas «nette Unterhaltung»
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Knatsch um GeschäftsübergabeTrumps und Obamas «nette Unterhaltung»

Donald Trump hatte sich öffentlich über die Geschäftsführung Barack Obamas beschwert. Darauf hatte der scheidende US-Präsident seinen Nachfolger kurzerhand angerufen.

von
chi
Immer schön lächeln: Donald Trump und Barack Obama im Oval Office. (10. November 2016)

Immer schön lächeln: Donald Trump und Barack Obama im Oval Office. (10. November 2016)

Keystone/Pablo Martinez Monsivais/AP

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat nach seiner harschen Kritik an Amtsinhaber Barack Obama mit dem Demokraten telefoniert. «Er hat mich angerufen, wir hatten eine sehr nette Unterhaltung», sagte Trump am Mittwochabend in West Palm Beach vor Reportern.

Nur wenige Stunden vor dem Telefongespräch hatte sich Trump per Twitter noch über Aussagen Obamas beschwert. Er hatte die Haltung der scheidenden Regierung in den vergangenen Tagen wiederholt kritisiert und zugleich mit eigenen Forderungen von sich reden gemacht.

Trump bricht mit Gepflogenheit

Eigentlich ist es in den USA üblich, dass sich der gewählte Präsident während der Übergangsphase aus dem politischen Tagesgeschäft heraushält, und die Politik des Vorgängers nicht kommentiert.

Trump brach mit der Gepflogenheit und Obama hielt zunehmend dagegen – nicht ohne den Zorn des Republikaners auf sich zu ziehen. In einer Twitternachricht erklärte Trump am Mittwochmorgen, er tue sein Bestes, um die «hetzerischen» Stellungnahmen Obamas zu ignorieren.

Er habe geglaubt, dass es eine nahtlose Übergabe der Amtsgeschäfte geben werde. Dem sei aber nicht so. Am Abend bezeichnete er die Übergangsphase dagegen als reibungslos. (chi/sda)

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