Tschad: Erste Schweizer aus N'Djamena zurückgekehrt

Aktualisiert

Tschad: Erste Schweizer aus N'Djamena zurückgekehrt

Die ersten aus dem Tschad ausgeflogenen Schweizer sind in der Heimat eingetroffen. Insgesamt 38 Menschen seien von Paris kommend in Zürich, Genf und Basel gelandet. Sie werden vom EDA und vom VBS empfangen und betreut.

Dies erklärten Vertreter des Krisenstabs des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Montagabend vor den Medien in Bern. Nach Angaben des Chefs des Krisenstabs, Botschafter Markus Boerlin, konnten bis Montagabend insgesamt 54 Schweizer Bürger die tschadische Hauptstadt N'Djamena auf dem Luftweg verlassen.

20 weitere sollten demnach mit der französischen Luftbrücke von N'Djamena nach Libreville, der Hauptstadt Gabuns, ausfliegen. Diese hielten sich an einem von französischen Soldaten beschützten Sammelplatz auf.

27 weitere Schweizerinnen und Schweizer stünden in der Provinzstadt Abéché im Osten des Landes unter französischem Schutz. Weitere 16 Schweizerinnen und Schweizer lebten im weniger von den aktuellen Kämpfen betroffenen Süden des Landes.

Boerlin betonte, dass die Schweizer Gemeinde im Tschad mit 122 Immatrikulierten im Vergleich zu anderen Staaten klein sei. Am Montag habe des EDA Kenntnis erhalten von 9 weiteren Schweizer Bürgern im Tschad. Die meisten seien Delegierte des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK).

Evakuationsflieger abgeflogen

Für die Evakuation der Schweizer und anderer europäischer Bürger hat die Schweiz ein Passagierflugzeug gemietet. Dieses ist gemäss EDA-Angaben am Montag von Genf Richtung Libreville abgeflogen.

Am Dienstagnachmittag werde die Maschine wieder in der Schweiz erwartet, sagte Boerlin. Weitere Angaben wolle er unter anderem aus Sicherheitsgründen nicht machen. (sda)

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