Tschad-Rebellen: EU soll keine Truppen senden
Aktualisiert

Tschad-Rebellen: EU soll keine Truppen senden

Die Rebellen im Tschad bitten die EU, keine EUFOR-Soldaten zu entsenden, weil sie an deren Neutralität zweifeln.

Die EU-Militärmission, die im Osten des Landes Flüchtlinge und Hilfsorganisationen schützen soll, sei nicht neutral, hiess es in einer Mitteilung der Rebellen.

Sie drängten die EU-Entsenderstaaten - Frankreich, Polen, Österreich und Irland - keine Soldaten zu schicken. «Die Allianz der bewaffneten Opposition glaubt nicht länger an eine Truppe, die vor allem aus französischen Truppen besteht und deren operationelle Führung Frankreich innehat.»

Frankreich nimmt im Tschad eine Doppelfunktion wahr. Zum einen leistet es Staatschef Idriss Deby militärischen Beistand mit rund 1250 Soldaten, zum anderen fungiert es als Rückgrat des geplanten EUFOR-Einsatzes zum Schutz von Flüchtlingen aus der sudanesischen Bürgerkriegsregion Darfur. Paris will 2100 der 3700 EUFOR-Soldaten stellen.

(sda)

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