Besetzung in Berner Länggasse: Tschäppät vermittelt nun bei Hausbesetzung
Aktualisiert

Besetzung in Berner LänggasseTschäppät vermittelt nun bei Hausbesetzung

Der Kanton Bern zeigt sich bereit, eine legale Zwischennutzung für eine Liegenschaft in der Länggasse zu prüfen. Alexander Tschäppät soll die Rahmenbedingungen aushandeln.

1 / 10
Die denkmalgeschützte Alte Schreinerei auf dem vonRoll-Areal ist derzeit von Aktivisten besetzt.

Die denkmalgeschützte Alte Schreinerei auf dem vonRoll-Areal ist derzeit von Aktivisten besetzt.

Leser-Reporter
Laut dem Kanton Bern, dem die Liegenschaft gehört, müssten die Aktivisten das Gebäude bis am Donnerstagmittag verlassen haben.

Laut dem Kanton Bern, dem die Liegenschaft gehört, müssten die Aktivisten das Gebäude bis am Donnerstagmittag verlassen haben.

Leser-Reporter
Doch die Gruppe «Fabrikool» scheint nicht an einen Auszug zu denken.

Doch die Gruppe «Fabrikool» scheint nicht an einen Auszug zu denken.

Leser-Reporter

Die Zwischennutzung der Alten Schreinerei auf dem früheren vonRoll-Areal in der Berner Länggasse ist grundsätzlich möglich, wenn einige kleine bauliche Massnahmen getroffen werden. Zu diesem Schluss kommen Experten, die sich mit der Gebäudestabilität befassten.

Der Kanton Bern ist daher bereit, eine Zwischennutzung für das Erdgeschoss durch das «Fabrikool«-Besetzerkollektiv zu prüfen. Das teilte die bernische Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion am Donnerstag mit.

Alexander Tschäppät wird zur Hilfe beigezogen

Die Zwischennutzung ist befristet, bis Klarheit über die Zukunft der Alten Schreinerei besteht. Der Kanton beauftragte den früheren Berner Stadtpräsidenten Alexander Tschäppät, mit allen Beteiligten die Rahmenbedingungen festzulegen.

Die Gruppe «Fabrikool» hatte das Haus Mitte Februar besetzt. Das Fabrikareal gehört seit 2000 dem Kanton und dient heute als Standort der Pädagogischen Hochschule. Der Vorplatz, auf dem zahlreiche Studierende ihre Pausen verbringen, grenzt unmittelbar an die Alte Schreinerei. Er ist nicht Teil der angestrebten Zwischennutzung, wie der Kanton am Donnerstag betonte.

Die Behörden wollten das Gebäude ursprünglich räumen lassen. Zur Begründung hiess es, die denkmalgeschützte Alte Schreinerei sei in schlechtem Zustand. Nach Verhandlungen mit den Besetzern zeigte sich der Kanton bereit, eine Zwischennutzung doch zu prüfen.

(SDA)

Deine Meinung