Aktualisiert 23.09.2011 14:12

Geschasste wollen GeldTschagajew hat Millionen-Klage am Hals

Kein Xamax-Angestellter ist vor Bulat Tschagajew sicher. Dutzende mussten seit der Klub-Übernahme durch den Tschetschenen schon ihren Stuhl räumen. Nun schlagen sie zurück.

von
mon

Für Bulat Tschagajew wird es ungemütlich. Ehemalige Xamax-Mitarbeitende haben den neuen Mann an der Vereinsspitze eingeklagt und fordern insgesamt 6,5 Millionen Franken vom Tschetschenen.

Beim ersten Termin muss Tschagajew am 20. Oktober gleich dreimal vor dem Zivilgericht Neuenburg erscheinen, wie «Blick» berichtet. Dabei muss er sich folgenden Klägern stellen:

Im ersten Verfahren fordern ehemalige Nachwuchstrainer eine halbe Million Franken vom Tschetschenen für nicht eingehaltene Verträge.

Im zweiten Verfahren kommt es zur Konfrontation mit Ex-Trainer Didier Ollé-Nicolle. Der Franzose wurde am 12. Mai - am Tag der definitiven Machtübernahme Tschagajews - nach einer Heimniederlage gegen Thun entlasssen. Er macht Forderungen in der Höhe von einer Million Franken geltend: ausstehende Lohnzahlungen und die Cupfinalprämie.

Im dritten Verfahren stellt gleich ein ganzes Kläger-Quartett seine Forderungen. Und zwar sind es die ehemaligen Administrations-Mitarbeitenden Paolo Urfer (Sportchef), Philippe Salvi (Geschäftsführer), Alexandre Rey (Marketing-Chef) und Cédric Pellet (Assistent Marketing). Die vier wollen Lohnfortzahlungen bis zu ihrem Vertragsende - was beispielsweise im Fall von Paolo Urfer für Xamax teuer werden könnte. Denn der Ex-Sportchef war bis 2014 angestellt. Das Quartett hat im Übrigen bereits eine Betreibung an die Xamax AG geschickt und gehört damit zu den 25 Gläubigern, bei denen der Verein in der Kreide steht (20 Minuten Online berichtete). Die vier werden vom bekannten Anwalt Alexandre Zen-Ruffinen vertreten.

Derselbe Anwalt steht mit einer anderen Delegation von Ex-Xamax-Mitarbeitern in ein paar Wochen auch noch vor einem anderen Gericht. Denn die ehemaligen Trainer Anderson, Ciccolinni, Ettori und Legain haben ebenfalls geklagt und fordern vor dem Sportgericht CAS in Lausanne insgesamt drei Millionen Franken als Abgangsentschädigung.

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