Antrag auf Kaution: Tschagajew in Handschellen vorgeführt
Aktualisiert

Antrag auf KautionTschagajew in Handschellen vorgeführt

Bulat Tschagajew muss gegenüber der Neuenburger Staatsanwaltschaft zu den Vorwürfen der ungetreuen Geschäftsführung Stellung nehmen. Tschagajews Anwalt will seinen Mandant gegen Kaution freibekommen.

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Bulat Tschagajew, der Mehrheitsaktionär des zahlungsunfähigen ASL-Vereins Neuchâtel Xamax, wurde am Montagmorgen in Handschellen der Neuenburger Staatsanwaltschaft vorgeführt. Der tschetschenische Geschäftsmann musste über seine Misswirtschaft beim ehemaligen Super-League-Klub Xamax Rechenschaft ablegen. Gemäss «Télévision Suisse Romande» habe die Anhörung den ganzen Morgen gedauert.

Es war die erste Befragung der Neuenburger Justiz, die den Fall von den Genfer Behörden übernommen hatte. Es handle sich dabei um eine erste Anhörung, sagte der Neuenburger Generalstaatsanwalt Pierre Aubert. «Viele weitere Befragungen werden folgen», sagte er weiter. Wann die nächste stattfinden soll, wollte Aubert hingegen nicht sagen.

Die Genfer Staatsanwaltschaft hat gefordert, dass der Tschetschene bis zum 27. Februar in Untersuchungshaft bleibt. Denn mittlerweile wurde er in eine Haftanstalt nach La Chaux-de-Fonds überführt. Nun liegt es an den Neuenburgern, über seinen Aufenthalt im Gefängnis zu entscheiden. Ende Januar wurde er bereits von den Genfer Untersuchungsbehörden vernommen. Tschagajew wies die Vorwürfe der Urkundenfälschung und ungetreuen Geschäftsführung damals von sich.

Jacques Barillon, Anwalt des Xamax-Präsidenten, soll einen Antrag auf eine Freilassung auf Kaution eingereicht haben. Tschagajews Anwalt versuchte bereits Ende Januar, seinen Schützling aus der U-Haft zu holen. Sein Vorschlag einer elektronischen Fussfessel unter Hausarrest zu stellen, wurde abgelehnt. Barillon begründete seine Forderung damit, dass keine Fluchtgefahr bestehe. Schliesslich sei Tschagajew bereits vor der Justiz erschienen. (als/sda)

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