Zweite Welle: Tschechien erneut in weitgehendem Lockdown
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Zweite WelleTschechien erneut in weitgehendem Lockdown

Der osteuropäische Staat muss zum zweiten Mal in den Lockdown. Weil das Gesundheitssystem am Rande des Kollaps läuft, müssen Geschäfte schliessen. Die Bevölkerung soll wenn immer möglich zuhause bleiben.

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Nichts geht mehr in Tschechien.

Nichts geht mehr in Tschechien.

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Das öffentliche Leben kommt zum Erliegen, weil das Land in einen zweiten Lockdown geht.

Das öffentliche Leben kommt zum Erliegen, weil das Land in einen zweiten Lockdown geht.

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Das Gesundheitssystem war in den letzten Tagen an die Grenzen seiner Kapazitäten gekommen. 

Das Gesundheitssystem war in den letzten Tagen an die Grenzen seiner Kapazitäten gekommen.

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Darum gehts

  • Tschechien geht in einen zweiten Lockdown, weil das Gesundheitssystem zu kollabieren droht.

  • Geschäfte müssen schliessen, die Bevölkerung wenn immer möglich zuhause bleiben.

  • Bereits in den letzten Tagen hatten Wales und Irland ähnliche Schritte beschlossen.

Angesichts steigender Infektionszahlen verhängt die Regierung in Tschechien erneut einen Lockdown. Das Gesundheitssystem sei an den Grenzen seiner Kapazität, sagt Minister Roman Prymula. Die meisten Geschäfte und Dienstleistungen werden demnach geschlossen. Die Bürger sind dazu angehalten, lediglich für den Weg zur Arbeit, Einkäufe und den Besuch beim Arzt vor die Tür zu gehen und nur notwendige Reisen zu unternehmen.

In Tschechien breitet sich das Coronavirus weiter rasch aus. Die Behörden melden 11.984 Neuinfektionen – so viele wie nie zuvor binnen 24 Stunden. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um 106 auf 1619. Das Land, in dem 10,7 Millionen Menschen leben, hat einen der höchsten Infektionswerte je 100.000 Einwohnern in Europa.

Schon am Dienstag hatte Wales entschieden einen zweiten Lockdown zu verhängen. Er gilt ab Freitag, 23. Oktober. Bereits morgen schliessen die nichtessentiellen Geschäfte und Dienstleistungen in Irland, das damit ebenfalls auf stark steigende Fallzahlen reagiert. Der Lockdown ist vorerst auf sechs Wochen beschränkt.

(SDA, REUTERS, her)

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