Giraffe in Dänemark: Tschetschenien bietet Marius Asyl an
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Giraffe in DänemarkTschetschenien bietet Marius Asyl an

Schon wieder will ein Zoo in Dänemark eine gesunde Giraffe töten. Jetzt schaltet sich der Präsident Tschetscheniens ein. Ramsan Kadyrow will das Tier retten.

Empörung machte sich breit, als am Donnerstag bekannt wurde, dass einer weiteren Giraffe namens Marius in Dänemark der Todesschuss droht. Doch für das Tier aus Jütland gibts Hoffnung: Es könnte in Tschetschenien unterkommen. Der Präsident Ramsan Kadyrow bot Marius umgehend Asyl an.

Er meldete sich auf Instagram zu Wort, berichtet «Stern.de»: «Ich habe mit Rührung erfahren, dass Dänemark eine andere Giraffe töten will.» Und der tschetschenische Präsident versprach: «Aus Humanismus bin ich bereit, Marius aufzunehmen.» Er werde dafür sorgen, dass man sich um die Giraffe kümmern werde. Ansonsten ist der Machthaber jedoch für sein grausames Regime bekannt.

Ob der Zoo in Jütland das Angebot annehmen wird, ist noch offen. Marius sei uninteressant für den Zoo geworden, weil seine Gene bereits im Europäischen Programm für gefährdete Arten (EEP) der europäischen Zoo- und Aquarienvereinigung EAZA vorhanden sind, begründet der Zoo den ins Auge gefassten Abschuss.

Marius wurde den Löwen zum Frass vorgeworfen

Marius wurde öffentlich zerlegt

Die Tötung des eineinhalb Jahre alten Giraffenkalbs in Kopenhagen am Sonntag hatte einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Der Grund für die öffentliche Empörung war nicht nur, dass Marius kerngesund war, sondern auch, dass er vor den Augen von Zoobesuchern – darunter Kindern – zerlegt wurde.

Nach der Tötung erhielt Zoodirektor Bengt Holst Morddrohungen. Der Hauptstadt-Zoo hatte die Massnahme mit den Regeln der EAZA begründet, wonach Inzucht bei Giraffen vermieden werden muss.

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