Aktualisiert 03.08.2012 12:09

Tonnenschweres TreibgutTsunami ist stärker als schweres Gerät

Die Zerstückelung des im Juni an die Küste des US-Bundesstaates Oregon gespülten Schwimmdocks ist schwieriger als angenommen. Der Bergungstrupp kam am ersten Tag nicht weit.

von
bem

Fast zwei Monate nachdem das Schwimmdock an Agate Beach bei Newport im US-Westküstenstaat Oregon angeschwemmt worden war, sollte es diese Woche zerstückelt und wegtransportiert werden. Doch am ersten Tag kamen die Spezialisten nicht sehr weit; die zahlreich aufmarschierten Schaulustigen bekamen kaum Action zu sehen.

Das Dock aus Beton und Plastik hat eine Styropor-Füllung, weshalb es nicht unterging auf seiner langen Reise von Misawa in Japan nach Newport in Oregon, USA. Mit seinen rund 22 Metern Länge und 2,5 Metern Höhe ist es das grösste und schwerste Stück Treibgut, das in den letzten Monaten an der amerikanischen Westküste angeschwemmt wurde.

Ein Wirtschaftsfaktor

Laut des «Statesman Journal» in Salem, Oregon, hat das Wrack unzählige Touristen angelockt. Die Zeitung zitiert einen Sprecher der Park- und Freizeitbehörde von Oregon, die für die Strandparks verantwortlich ist: «Normalerweise zählen wir an Agate Beach etwa 220 000 Besucher im Jahr. Dieses Jahr werden es eher 350 000 sein.»

Und die Managerin eines Hotels beim Strand sagt: «Wir sind traurig, dass das Dock verschwindet. Ich habe die Strände hier noch nie so voll gesehen wie in den letzten Wochen.»

Doch ausser einem Eckstück des Docks, das zu einem Memorial werden soll, wird alles verschwinden. Was rezyklierbar ist, wird wiederverwertet, der Rest entsorgt. Ursprünglich sollte die Bergung am Freitag abgeschlossen sein, doch nach dem ersten Tag am Mittwoch war noch kein Teil auf den Lastwagen geladen, der die Teile nach Portland bringen soll.

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