Tsunami-Opfer heiraten in Flüchtlingslager
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Tsunami-Opfer heiraten in Flüchtlingslager

Der 25-jährige Samsol Winda und die 21-jährige Karmila Wati hatten beide ihr Zuhause und auch einen Teil ihrer Angehörigen verloren, doch nun fanden sie zu einander.

Sie trafen sich in einem Flüchtlingslager für die Opfer der verheerenden Flutkatastrophe am Indischen Ozean. Am Montag heirateten die beiden in einer Moschee in Banda Aceh und feierten mit etwa 50 weiteren Bewohnern des Lagers in der am schwersten betroffenen Katastrophenregion auf der indonesischen Insel Sumatra.

Gemäss der Tradition der Provinz Aceh trug Wati ein gelbes Kleid und eine goldfarbene spitze Krone. Winda trug einen Mantel in Schwarz und Gelb, einen grünen Hut sowie ein kleines Schwert an seiner Seite. Ein Zelt der Vereinten Nationen wurde mit roten und gelben Wandbehängen sowie mit farbenfrohen Teppichen und Sitzkissen wie ein traditionelles Brauthaus ausgestattet. Die Gäste allerdings erschienen zumeist in T-Shirts und Sandalen, die ihnen im Rahmen der internationalen Hilfslieferungen gespendet worden waren.

Es war die erste Hochzeitsfeier in dem Lager und eine willkommene Ablenkung für die Tsunami-Opfer. Allein in Aceh kamen in der Flutwelle vom 26. Dezember mehr als 125.000 Menschen ums Leben, etwa 400.000 wurden obdachlos. Rund um den Indischen Ozean gab es mehr als 170.000 Todesopfer. (dapd)

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