Tüllinger dürfen aufatmen: Rodungsauftrag ist erteilt

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Tüllinger dürfen aufatmen: Rodungsauftrag ist erteilt

Die Tüllinger haben genug vom Gerangel um die Zollfreistrasse. Bald können sie sich beruhigen: Der Rodungsauftrag ist erteilt.

«Dieses Hickhack ist eine Frechheit. Wir fühlen uns verarscht», spricht Elsa Ruser (59) aus, was viele Tüllinger denken. «Basel hat angekündigt, dass es losgeht, wenn das Gericht entschieden hat – und jetzt geht gar nichts», ärgert sich auch Gisela Flecken (46).

Der Tüllinger Hügel sei Landschaftsschutzzone – trotzdem würden pro Tag 9000 Autos darüber fahren, so Lehrerin Caroline Löffler (44): «Die Zollfreistrasse ist sicher ein Eingriff, aber hier sind Anwohner und Kinder durch den Verkehr gefährdet.» Ihr Wunsch nach einem raschen Baubeginn könnte bald in Erfüllung gehen.

Gestern hat die Regierung den Rodungsauftrag erteilt. «Wir beginnen sicher vor dem 12. Februar», so Regierungssprecher Felix Drechsler. Bei der Stadtgärtnerei wartet man laut Leiter Emanuel Trueb aber auf ein Spezialgerät. «Ich glaube nicht, dass noch diese Woche begonnen wird», so Trueb. Gemäss der Polizei wird sicher nicht heute gerodet.

Die Gegner versuchen inzwischen, hinter den Kulissen die Rodung noch zu verhindern. «Bis die Themen Hangrutschung und Enteignung vollständig geklärt sind, wollen wir eine superprovisorische Verfügung erwirken», sagt die Riehener Einwohnerrätin Marianne Hazenkamp (Grüne).

Christian Degen

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