Aktualisiert 04.11.2006 15:57

Türkei: Demo gegen Islamisierung des Staates

Zur Verteidigung der weltlichen Staatsordnung in der Türkei sind in Ankara rund 12 000 Menschen auf die Strasse gegangen.

«Die Türkei ist und bleibt säkular», riefen sie auf ihrem Marsch zum Mausoleum von Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk. Der Demonstration schlossen sich mehr als 100 Gruppen und Verbände an, die sich gegen eine Islamisierung der Politik stark machen oder nationalistische Ziele verfolgen.

Der ehemalige Chef der türkischen paramilitärischen Truppen, General Sener Eruygur, warnte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan vor einer Nachfolge des 2007 aus dem Amt scheidenden Staatschefs Ahmed Necdet Sezer. Erdogan steht einer islamisch geprägten Regierung vor, der Staatspräsident gilt als Symbol der strikten Trennung zwischen Staat und Kirche. Mit Blick auf die EU-Forderungen an den Beitrittsbewerber Türkei, Minderheiten grössere kulturelle Rechte einzuräumen, rief Erugygur die Demonstranten auf, sich gegen zu grosse Zugeständnisse zu wehren. (dapd)

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