Bolide vom Bosporus : Türkei kündigt Tesla-Konkurrent an
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Bolide vom Bosporus Türkei kündigt Tesla-Konkurrent an

Neue Konkurrenz für den Tesla? Die Türkei investiert 3 Milliarden Dollar in den Bau eines eigenen E-Autos. Der Industrieminister spricht von einer «Revolution».

von
sas
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Gibts bald einen neuen Konkurrenten für Tesla? Die Türkei hat ein E-Auto «Made im Turkey» angekündigt. Im Bild: das Modell Y von Tesla.

Gibts bald einen neuen Konkurrenten für Tesla? Die Türkei hat ein E-Auto «Made im Turkey» angekündigt. Im Bild: das Modell Y von Tesla.

Der türkische Industrieminister Mustafa Varank spricht von einer «wichtigen Errungenschaft». «Wir hoffen, im Dezember das erste heimisch produzierte Modell zeigen zu können, das auch fahren kann», so Varank.

Der türkische Industrieminister Mustafa Varank spricht von einer «wichtigen Errungenschaft». «Wir hoffen, im Dezember das erste heimisch produzierte Modell zeigen zu können, das auch fahren kann», so Varank.

Bernd von Jutrczenka
Für den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoan ist das Auto ein wichtiges Vorzeigeprojekt. Spötter bezeichnen es als  Erodo-Auto.

Für den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoan ist das Auto ein wichtiges Vorzeigeprojekt. Spötter bezeichnen es als Erodo-Auto.

AP/Burhan Ozbilici

Wenn die Zukunft dem Elektroauto gehört, will die Türkei nicht im Abseits stehen. Darum kündigte Industrieminister Mustafa Varank ein eigenes E-Fahrzeug an. Der Staat will noch im Dezember den Prototyp des ersten Elektroautos «Made in Turkey» vorstellen, wie das «Handelsblatt» berichtet.

«Wir hoffen, im Dezember das erste heimisch produzierte Modell zeigen zu können, das auch fahren kann», erklärte Varank und bezeichnete das Fahrzeug als «wichtige Errungenschaft». Laut dem Industrieminister ist die Türkei das einzige Land in der Region, das ein solches Auto bauen kann.

Vom türkischen E-Auto soll es verschiedene Modelle geben. Geplant sind etwa eine Limousine und ein Kombi. Aber auch eine Roadster und ein SUV dürfen nicht fehlen. Die Massenproduktion soll laut dem Industrieministerium Ende 2022 beginnen.

Erdogan will inländische Automarke

An der Entwicklung des Boliden vom Bosporus beteiligt sind fünf türkische Unternehmen, darunter der Fahrzeug- und Rüstungskonzern BMC, der Autozulieferer Kiraca und der Telekomkonzern Turkcell. Insgesamt sollen die Unternehmen laut dem Bericht rund 3 Milliarden Dollar ins Fahrzeugprojekt investieren.

Varank räumte ein, dass es bei der Umsetzung der Pläne bereits Verzögerungen gegeben habe. Der Prozess sei nun aber beschleunigt worden. «Unser Präsident ist sehr gespannt auf die Durchführung des Herstellungsprozesses», so Varank. Die Produktion des Auto ist laut Varank vom Staat unterstützt, die Impulse müssten aber aus der Wirtschaft kommen.

Das Autoprojekt passt in den Plan der türkischen Regierung, der angeschlagenen heimischen Industrie auf die Sprünge zu helfen. Ziel ist es, die Wirtschaft unabhängiger von teuren Importen zu machen. Für Präsident Recep Tayyip Erdogan ist das Auto «Made in Turkey» ein wichtiges Vorzeigeprojekt. Spötter bezeichneten bereits als Erdo-Auto.

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