Aktualisiert 19.10.2011 14:50

Kurdische Überfälle

Türkei verfolgt Kurden bis in den Irak

Als Reaktion auf blutige Angriffe kurdischer Rebellen im Grenzgebiet zum Irak sind die türkischen Streitkräfte im Nachbarland einmarschiert. 24 Türken wurden bei der Kurden-Attacke getötet.

Türkische Einheiten auf irakischem Boden. Die Soldaten drangen bis ins Nachbarland vor, weil sie nach einer blutigen Attacke von Kurden solche verfolgten.

Türkische Einheiten auf irakischem Boden. Die Soldaten drangen bis ins Nachbarland vor, weil sie nach einer blutigen Attacke von Kurden solche verfolgten.

Bei der Verfolgung flüchtender Kurden wurden die türkischen Soldaten aus der Luft von Flugzeugen und Kampfhubschraubern unterstützt. Kurdische Rebellen haben im türkischen Grenzgebiet zum Irak mindestens 24 türkische Soldaten und Polizisten getötet. Das berichteten örtliche Medien am Mittwoch. Darauf marschierten türkische Truppen in den Nordirak ein.

Wie die kurdische Nachrichtenagentur Firatnews meldete, überschritten türkische Kommandoeinheiten von der Grösse eines Bataillons auf der Jagd nach kurdischen Rebellen die Grenze. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan sagte wegen der Ereignisse einen geplanten Besuch in Kasachstan ab.

Militärunterkunft angegriffen

Angehörige der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK hatten am frühen Morgen türkische Sicherheitskräfte bei Cukurca angegriffen. Die Rebellen griffen eine Militärunterkunft in der Stadt an, berichtete die Nachrichtenagentur «Dogan Haber». In dem etwa 30 Minuten dauernden Feuergefecht wurden auch 18 Soldaten verwundet, hiess es in einem Bericht des Nachrichtensenders «NTV».

Die PKK wird von der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Sie kämpft seit Anfang der 1980er-Jahre für Unabhängigkeit oder grössere Autonomie der Kurdengebiete in der Türkei. Kurdische Organisationen beklagen eine systematische Diskriminierung ihrer Volksgruppe durch den türkischen Staat. (sda)

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