Aktualisiert 15.10.2004 10:12

Türkei will ihre Strassen mit Geld pflastern

Banknoten, die bei der im kommenden Jahr geplanten Währungsreform ausrangiert würden, könnten unter anderem beim Strassenbau verwendet werden.

Das erklärte der wissenschaftliche Beirat der türkischen Regierung nach einem Bericht der Zeitung «Milliyet» vom Freitag. Zum 1. Januar will die Türkei bei der lange von hohen Inflationsraten geplagte Landeswährung Lira sechs Nullen streichen und die «Neue Türkische Lira» einführen.

Rund 600 Tonnen an Geldscheinen müssten dabei entsorgt werden, schätzen die von der türkischen Zentralbank um Rat gebetenen Wissenschaftler laut «Milliyet».

Die alte und die neue Lira sollen ein Jahr lang nebeneinander existieren; dabei werden die Geldscheine der bisherigen Währung mit Nennwerten von bis zu 20 Millionen Lira schrittweise aus dem Verkehr gezogen.

Die Verbrennung der Geldscheine oder eine Verarbeitung zu Recycling-Papier seien wegen der Umweltschutzbestimmungen und aus anderen Gründen wenig wahrscheinlich, berichtete «Milliyet».

Dagegen sei die Verwendung der Geldscheine im Strassenbau -indem sie in den Asphalt gemischt werden - sowie bei der Herstellung von Möbeln und Parkett denkbar.

(sda)

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