Keine Bewilligung nötig: Türkei will in der Schweiz eigene Schulen gründen
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Keine Bewilligung nötigTürkei will in der Schweiz eigene Schulen gründen

Ankara plant Wochenendschulen in der Schweiz für schweizerisch-türkische Schüler. Das Geld dafür kommt von Erdogan.

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scl
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Scheint nach mehr Einfluss zu suchen: Die türkische Regierung unter Machthaber Recep Tayyip Erdogan plant Wochenendschulen in der Schweiz.

Scheint nach mehr Einfluss zu suchen: Die türkische Regierung unter Machthaber Recep Tayyip Erdogan plant Wochenendschulen in der Schweiz.

Keystone/Presidential Press Service/Pool via AP
Vor einer Woche sorgte die Nachstellung einer Schlacht von türkisch-schweizerischen Primarschülern im Thurgau für Schlagzeilen. Foto: Screenshot Blick.ch

Vor einer Woche sorgte die Nachstellung einer Schlacht von türkisch-schweizerischen Primarschülern im Thurgau für Schlagzeilen. Foto: Screenshot Blick.ch

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Nachdem der «SonntagsBlick» ein Video der Aufführung publiziert hat, kritisieren Schweizer Politikerinnen aus der türkischen Gemeinde die Aktion.

Nachdem der «SonntagsBlick» ein Video der Aufführung publiziert hat, kritisieren Schweizer Politikerinnen aus der türkischen Gemeinde die Aktion.

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Der türkische Machthaber Recep Tayyip Erdogan scheint seinen Einfluss auf schweizerisch-türkische Schüler massiv ausbauen zu wollen. Im Rahmen eines gross angelegten Bildungsprogramms will Ankara Wochenendschulen in der Schweiz gründen. Dies zeigen Staatsdokumente, die dem «SonntagsBlick» vorliegen.

Hinter dem staatlichen Projekt steht das Ministerium für Auslandstürken, eine 2010 von der AKP-Regierung gegründete Behörde. Auf deren Website ist ein detailliertes Anmeldeformular aufgeschaltet. Die neuen Schulen in der Schweiz sollen von türkischen Organisationen geführt werden und sind als freiwillige Ergänzung zur Volksschule gedacht.

Unter dem Radar der Kantone

Für die neuen Schulen sieht die türkische Regierung grosszügige Unterstützung vor. Ankara bezahlt die Lehrer, die Unterrichtsmaterialien, sowie Zuschüsse für soziale und kulturelle Aktivitäten. Die Klassen sollen gemäss Anforderungen aus 15-25 Schülern von 6-17 Jahren bestehen. Unterrichtet werden soll pro Woche mindestens fünf Stunden zu Geschichte, Religion, türkischer Kultur und Sprache.

Ein Türkei-Experte schätzt dieses Angebot laut «SonntagsBlick» äusserst kritisch ein. Erdogan habe den Bildungsbereich extrem politisiert. An den Schulen habe die ideologische Beeinflussung von jungen Menschen zugenommen. Zudem stehe für den türkischen Machthaber die Integration seiner Landsleute im Ausland an zweiter Stelle. Die eigene Kultur komme immer zuerst.

Eine Bewilligung ist in der Schweiz für ein solches Bildungsprogramm nicht nötig – der Unterricht in den geplanten Wochenendschulen der Türkei dürfte damit komplett unter dem Radar der Kantone laufen.

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