Türkische Angriffe im Nordirak verurteilt
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Türkische Angriffe im Nordirak verurteilt

Der Ministerpräsident der autonomen kurdischen Region im Nordirak, Mahmud Barsani, hat die jüngsten türkischen Luftangriffe gegen mutmassliche Stützpunkte kurdischer Rebellen verurteilt.

Die wiederholten Angriffe im Nordirak seinen nicht hinnehmbar, sagte Barsani am Montag vor Journalisten in Sulaimanija. «Wir können nicht hinnehmen, dass unsere Dörfer bombardiert und die Bewohner getötet werden», sagte er weiter.

Die Türkei flog am Sonntag erneut Luftangriffe gegen mutmassliche Stellungen von Rebellen der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) im Norden Iraks. Es war bereits die dritte türkische Offensive auf irakischem Gebiet binnen einer Woche. Die Streitkräfte betonten am Samstag, dass die Operationen auf beiden Seiten der türkisch-irakischen Grenze auf jeden Fall fortgesetzt würden. Die Militäreinsätze gegen die Rückzugsgebiete der PKK laufen Beobachtern zufolge schon seit geraumer Zeit. Am 16. Dezember räumte die Türkei die Luftangriffe auf irakisches Territorium erstmals offiziell ein. Zwei Tage später wurden für kurze Zeit auch Bodentruppen ins Nachbarland geschickt.

Die USA und der Irak haben die Türkei aufgefordert, grössere Militäroperationen in dem Gebiet zu unterlassen. Sie befürchten, dass die vergleichsweise ruhige Lage in der Region dadurch gefährdet werden könnte. (dapd)

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