Aktualisiert 20.10.2011 10:47

Verschärfter KonfliktTürkische Armee greift PKK im Irak an

Die ganze Nacht hat die türkische Luftwaffe mutmassliche Stellungen der PKK in den irakischen Bergen bombardiert. Kurdische Rebellen hatten zuvor an der Grenze zum Irak mehrere Soldaten getötet.

Türkische Soldaten bewachen am 15. Oktober 2011 die Grenze zum Irak.

Türkische Soldaten bewachen am 15. Oktober 2011 die Grenze zum Irak.

Die türkische Luftwaffe hat nach Angaben aus Sicherheitskreisen in der Nacht auf Donnerstag ihre Angriffe auf Stellungen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans im Nordirak fortgesetzt.

Der militärische Einsatz an der Basis in der südostanatolischen Stadt Diyarbakir sei die gesamte Nacht über sehr intensiv gewesen, verlautete aus örtlichen Sicherheitskreisen. Zahlreiche Kampfjets seien von dort gestartet, um mutmassliche Stellungen der PKK in den irakischen Bergen zu bombardieren. Teils sei der zivile Verkehr in der Stadt wegen der Einsätze eingeschränkt gewesen.

24 türkische Soldaten getötet

Kurdische Rebellen hatten am Dienstagabend bei mehreren gleichzeitigen Angriffen auf türkische Militärposten an der Grenze zum Irak nach amtlichen Angaben 24 Soldaten getötet und 18 verletzt. Daraufhin flog die türkische Luftwaffe am Mittwoch unter anderem Angriffe in den Kandil-Bergen, die als Hauptrückzugsgebiet der Rebellen gelten.

Beobachtern zufolge erlitt die türkische Armee bei den Attacken die zweitschwersten Verluste, seit die PKK 1984 den bewaffneten Kampf gegen die Türkei aufgenommen hat. Die Türkei, die EU und die USA stufen die PKK als Terrororganisation ein.

(sda)

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