Türkische Presse begeistert vom Papst
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Türkische Presse begeistert vom Papst

«Historisches Gebet», «Frieden von Istanbul», lauteten die Schlagzeilen. Mit seinen Worten und Gesten habe der Papst «grosse Sympathien» geerntet, schrieb die grösste türkische Zeitung «Hürriyet».

Zum Abschluss seiner viertägigen Türkeireise hat Papst Benedikt XVI. am Freitag eine Messe in Istanbul gefeiert.

Beim Gottesdienst in der katholischen Heiliggeistkirche waren auch der orthodoxe Patriarch Bartholomäus I. sowie der armenische Patriarch Mesrob II. dabei. Benedikt, der im Hof der Kirche von einer begeisterten Menge begrüsst worden war, betonte in seiner Predigt erneut den Wunsch nach Überwindung der Kirchenspaltung.

Überschwänglich berichtete die türkische Presse am Freitag vom Besuch des Papstes in der Blauen Moschee, wo Benedikt am Vorabend gemeinsam mit dem Mufti von Istanbul «wie ein Muslim» gebetet habe.

«Historisches Gebet», «Frieden von Istanbul», lauteten die Schlagzeilen. Mit seinen Worten und Gesten habe der Papst «grosse Sympathien» geerntet, schrieb die grösste türkische Zeitung «Hürriyet».

In seiner Predigt in der Heiliggeistkirche erinnerte Benedikt daran, dass sein Vorgänger Johannes Paul II. bereits vor 26 Jahren bei einem Besuch in Istanbul den Wunsch nach Rückkehr zur «vollständigen Einheit» der Kirchen geäussert habe.

«Dieser Wunsch ist bislang noch nicht Wirklichkeit geworden und der Papst sehnt sich noch immer danach», sagte Benedikt. Die Kirchen müssten alle Anstrengungen unternehmen, um den Weg zur Versöhnung ohne Zögern fortzusetzen.

Erneut setzte sich der Papst für die Freiheit der Kirchen ein. «Die Kirche möchte niemanden etwas aufzwingen, sie verlangt lediglich, dass sie in Freiheit existieren kann.» Gegen Mittag fliegt Benedikt zurück nach Rom.

(sda)

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