Aktualisiert 21.08.2012 22:15

Ein Herz für JoséTumor-Junge darf in den USA behandelt werden

Der neunjährige José aus Mexiko leidet seit seiner Geburt unter einem Tumor am Hals. Lange blieb die Krankheit unbehandelt. Nun wollen die USA eine Ausnahme machen und den Jungen für eine Behandlung einreisen lassen.

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José darf für eine Behandlung in den USA einreisen.

José darf für eine Behandlung in den USA einreisen.

Das Schicksal des kleinen José rührt die Herzen der US-Behörden. Der Neunjährige hat eine riesige Geschwulst am Hals und muss dringend behandelt werden. Weil aber die Therapie länger dauert als die Aufenthaltsbewilligung, die es José ausstellen würde, prüft nun das Departement für Innere Sicherheit der USA, die starren Regeln für einmal zu lockern und dem Jungen und seiner Familie das verlängerte Bleiberecht zu gewähren.

José wurde im Juli von einem Missionar der Baptisten-Kirche in der mexikanischen Stadt Ciudad Juárez, an der Grenze zu den USA, entdeckt. Die Eltern des Jungen erklärten dem Missionar, dass sie das Kind in El Paso und in Ciudad Juárez bereits zum Arzt gebracht hatten, aber dass keiner ihm helfen konnte. Um die Familie zu schützen, bleibt Josés Familienname geheim.

Der «Bubbel Man»

Bewilligung für die ganze Familie

Weil die Familie das nötige Geld für eine kostspielige Behandlung im Nachbarsland nicht hatte, sorgte der Missionar dafür, dass José in die USA gebracht wird. Bei der ersten Untersuchung stellten die Ärzte fest, dass dem Neunjährigen so rasch wie möglich geholfen werden müsse, weil der Tumor, der bereits die Schulter eingenommen hat, das Herz des Kleinen lebensgefährlich schädigen könnte. Zudem könnte José bald erblinden.

Doch die Therapie wird etwa 20 Wochen dauern. So lange brauchen die Mediziner, um die Flüssigkeit aus der Geschwulst zu entfernen. Danach muss José zweimal operiert werden. Die Eltern des Knaben sollen von der US-Behörde eine spezielle Besuchsbewilligung erhalten, um ihren Sohn im Spital in den nächsten Monaten besuchen zu dürfen.

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