Aktualisiert 14.08.2005 16:09

Tumulte in Larnaka nach Absturz

Nach dem Absturz einer Maschine der zyprischen Charterlinie Helios ist es am Sonntag zu Tumulten zwischen Verwandten und Vertretern der Luftfahrtgesellschaft gekommen.

Die zyprische Polizei griff ein, um Schlimmeres zu verhindern.

Zahlreiche aufgebrachte Angehörige der Opfer riefen den Helios- Vertretern am Flughafen von Larnaka Vorwürfe zu wie: «Mörder, Ihr habt eine defekte Maschine fliegen lassen.» Das berichtete das Fernsehen.

Andere Verwandte versuchten nach zyprischen TV-Angaben, die Landebahn zu stürmen, um weitere Abflüge von Maschinen der Gesellschaft zu verhindern.

Technische Probleme

Nach übereinstimmenden Berichten griechischer und zyprischer Medien hatte es in den vergangenen Monaten wiederholt Probleme mit der Klimaanlage und dem Luftdruck-Ausgleichssystem der Unglücksmaschine gegeben.

Reisende hatten der zyprischen Presse gesagt, dass im Oktober und Dezember vergangenen Jahres die Maschine, die jetzt auf dem Flug von Larnaka (Zypern) nach Athen abgestürzt ist, erhebliche Probleme gehabt habe. Dabei seien nach technischen Problemen mit der Klimaanlage und daraus resultierendem Sauerstoffmangel in der Kabine mehrere Passagiere bewusstlos gewesen.

Heikle Aussagen

Es gab zudem Berichte im griechischen Fernsehen, wonach Techniker von Helios angeblich gekündigt worden waren, weil sie sich weigerten, ein Flugtauglichkeitsdokument dieser Maschine zu unterschreiben. Eine Stellungnahme des Unternehmens dazu lag zunächst nicht vor.

Die Maschine war beim Landeanflug auf Athen über unbewohntem Gebiet abgestürzt und zerschellt. Das Unglück ereignete sich um um 12.03 Uhr (11.03 MESZ).

(sda)

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