Spitzenspiel: Tumulte nur vor dem Anpfiff
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SpitzenspielTumulte nur vor dem Anpfiff

Vor Beginn des Hochrisikospiels FC Basel gegen den FC Zürich flogen in Zürich Altstetten die Fetzen. Die Polizei musste Wasserwerfer einsetzen. Nach dem Spiel blieb die Lage ruhig.

von
aeg

Für einmal fanden die Ausschreitungen vor dem Match statt: Etwa 1500 Fans des FC Basel haben vor dem Anpfiff im Zürcher Letzigrund das Stadion gestürmt, Cateringstände geplündert und die Toilettenanlagen massiv beschädigt.

Zehn Personen wurden dabei leicht verletzt, darunter auch private Sicherheitskräfte, welche die Randalierer aufhalten wollten. Zu den Ausschreitungen kam es kurz vor 20 Uhr, als noch etwa 2000 Basler Fans vor dem Stadion auf Einlass warteten.

Etwa 1500 hätten plötzlich den Eingang gestürmt, sagte Stadionmanager Peter Landolt auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Auch der Einsatz der Stadtpolizei und deren Wasserwerfer hätten daran nichts mehr ändern können.

An den Eingängen gingen elektronische Geräte zu Bruch. Im Inneren plünderten die Basler dann drei Essensstände, wo sie Geld, Essen und Getränke stahlen. Auch die Toilettenanlagen wurden in Mitleidenschaft gezogen. Die Fans hätten mehrere Lavabos aus der Wand gerissen und Spiegel zerstört, sagte Landolt weiter.

Von den ganzen Vorfällen gebe es zum Glück «sehr gute Videoaufnahmen». Diese werde man der Polizei übergeben und zudem Anzeige wegen Plünderei und Gewalt gegen Sicherheitskräfte erstatten. «Diese Leute werden zur Rechenschaft gezogen», kündigte Landolt an.

Wie hoch der Sachschaden ist, konnte der Stadionmanager noch nicht sagen.

Nach dem Spiel verhielten sich die Anhänger der beiden Clubs weitgehend ruhig. Es kam zu keinen Auseinandersetzungen. In Altstetten wurden die Basler Fans von der Polizei eingekreist und zum Bahnhof begleitet.

(aeg/sda)

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