Mehr Leistung: Tuner riskieren den Verlust des Versicherungsschutzes
Aktualisiert

Mehr LeistungTuner riskieren den Verlust des Versicherungsschutzes

Viele Autofahrer motzen ihren Wagen per Chip-Tuning auf. Die wenigsten aber melden dies an. Damit gehen sie ein grosses Risiko ein.

von
Sascha Schmid

Um ein paar PS mehr aus ­ihrem Wagen zu kitzeln, setzen viele Autofreaks auf Chip-Tuning. Dabei schrauben Tuning-Firmen gezielt an der Software des Wagens herum, um die Leistung des Gefährts zu steigern. Per Gesetz muss aber jede Leistungssteigerung von der Motorfahrzeug­kontrolle abgenommen werden. «Das macht keiner», sagt Giuseppe Barone, In­haber einer ­Tuning-Garage in Wittenbach. Viele Garagisten wüssten gar nichts davon und hielten dies gar nicht für ­nötig. «Wenn man das ge­tunte Auto nicht abnehmen lässt, ist man illegal auf der Strasse unterwegs», sagt Thomas Rohrbach, Mediensprecher des Bundesamtes für Strassen Astra. Wer das Chip-Tuning nicht melde, riskiere Probleme: So könne bei einem Unfall der Versicherungsschutz entfallen.

Beim Astra weiss man aber, dass die wenigsten ihr Chip-Tuning melden. «Wir haben das Problem erkannt und machen uns Gedanken darüber, wie wir dies in den Griff bekommen», so Rohrbach. Eine Option könnte auch sein, dass die Motorfahrzeugkontrolleure die Autos auf ein Chip-Tuning ­untersuchen. Heute tun sie dies nicht und so fliegt auch selten eine ­illegale Manipulation auf.

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