Aktualisiert 19.08.2009 10:06

RekordTunesierin mit Zwölflingen schwanger

Eine Nordafrikanerin soll mit zwölf Föten schwanger sein. Verlaufen Schwangerschaft und Geburt ohne schwerwiegende Komplikationen, wird sie den Rekord für Mehrlingsgeburten brechen.

von
rre

Eine Lehrerin aus Tunesien, deren Name bis jetzt unbekannt ist, soll in freudiger Erwartung sein. Das Besondere: In ihrem Bauch wachsen zwölf Föten heran. Bisher sollen alle Versuche der Frau, schwanger zu werden, fehlgeschlagen sein. Um überhaupt Kinder zu bekommen, entschied sie sich deshalb gemeinsam mit ihrem Mann für eine künstliche Befruchtung - mit Erfolg: Zunächst entdeckten die Mediziner nur zwei heranwachsende Kinder in der Gebärmutter der Frau, «doch dann wurden weitere Föten entdeckt - je mehr sie fanden, desto grösser war unsere Freude», erzählt der stolze, werdende Vater im Interview mit dem britischen Boulevardblatt «The Sun».

Ein riskantes Unterfangen

Während die werdenden Eltern im Glück schwelgen, warnen Mediziner vor den Risiken, die eine Mehrlingsschwangerschaft in diesem Umfang mit sich bringt. Sie erinnern an einen Fall einer Australierin, die 1971 Mutter von Neunlingen wurde - keines der Babys überlebte. «Zwölf Babys? Das ist aussergewöhnlich», bestätigt auch Dr. Mark Hamilton von der britischen Vereinigung für Fertilitätsmedizin.

Ob bei der Zeugung der Föten eine In-vitro-Fertilisation oder eine Ovulationsinduktion - eine Stimulation des Eisprungs mittels Medikamenten - zum Einsatz kam, ist nicht bekannt.

Kommt es zu Mehrfachschwangerschaften, ist es üblich, einige Föten abzutreiben, um den verbleibenden eine bessere Überlebenschance einzuräumen. Auch die Risiken für die werdende Mutter werden durch dieses Vorgehen reduziert.

Bis zu höchster Stelle vorgedrungen

Die tunesische Regierung zeigt sich erfreut und beteuert, die werdende Mehrlingsmutter tatkräftig zu unterstützen. Erst vor sieben Monaten sorgte die Kalifornierin Nadya Suleman für grosses Aufsehen: Nach einer künstlichen Befruchtung wurde sie Mutter von acht gesunden Säuglingen.

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