Aktualisiert 09.12.2007 18:23

Tuning: Verrückt wie eh und je

Gestern ging in Essen die verrückteste Autoshow des Jahres zu Ende. Und sie machte ihrem Namen einmal mehr alle Ehre.

Tuning? Einst belächelt, heute ein wichtiger Faktor in der Automobilindustrie. Alle Messen locken mittlerweile mit Tuning an, doch nur eine steht so unverkrampft zum Motto «Mädchen, Motoren und Moneten»: die Essen Motor Show.

Schon zum 40. Mal trafen sich an den vergangenen neun Tagen die Autofreaks im Ruhrpott. Und sie mussten ihr Kommen auch in diesem Jahr nicht bereuen: Alles, was Motorfans erfreut, wurde auch in diesem Jahr auf über 100 000 Quadratmeter gezeigt – das ist eine grössere Fläche, als sie der Auto-Salon in Genf zu bieten hat.

Nebst ein paar «zivilen» Neuheiten sorgten natürlich auch in diesem Jahr die schrägen Vehikel für Furore. 20 Minuten hat ein paar spezielle Modelle rausgepickt:

1. Wuchtiges Duo: Der Hummer H2 Game Over macht als sogenannter Lowrider eine eher komische Figur. Da ändert auch Model Martina auf dem Chopper Guilty nichts daran.

2. Phantoms hat der texanische Bildhauer William Burge dieses Fahrzeug getauft. Das «Horrorgefährt» steht auf einem VW-Käfer-Chassis und beweist einmal mehr: Über Geschmack lässt sich streiten.

3. Auch die Deutschen haben eine blonde Xenia. Die ist nicht so schön schmollmundig wie die Schweizerin, macht aber auf dem Harley-Bike Orange Sin eine gute Figur.

4. American Way of Drive: Auch wenn die grossen Ami-Schlitten mit ihren wunderbar brabbelnden V8-Motoren längst nicht mehr in Mode sind, gehören sie zu einer anständigen Tuning-Messe.

5. Smarte Polizisten: Das gibts wirklich. Vor allem wenn sie in diesem Auto von Tuner Brabus unterwegs sind. Aber Achtung: Unter der Mini-Haube schlägt ein Herz mit 112 PS und macht den smarten Mini in der Stadt zum Renner!

6. Schon wieder Xenija, die sich mit einem zusätzlichen j schreibt. Hier machts Sinn, denn sie sitzt am Steuer eines italienischen Kampfjets. Italdesign hat das Gefährt entworfen.

7. Startech ist eigentlich bekannt für nette, bezahlbare Umbauten. Nun haben die Startech-Designer am neuen Dodge Avenger Hand angelegt. Sah der Amerikaner bislang einfach unscheinbar aus, so wirkte er nun wie ein von Oettinger getunter Golf in den 80er Jahren. Back to the roots oder so?

Apropos Roots und anderes Grünzeug: Selbst die Hardcore-Tuner haben bemerkt, auch ohne Lichterlöschen am Samstagabend, dass die Leistungsspirale eigentlich ins Leere dreht. Deshalb bieten nun viele so genanntes Öko-Tuning an. Das heisst: weniger Verbrauch bei gleicher oder mehr Leistung. Ein Schritt in die richtige Richtung.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.