Aktualisiert 21.05.2019 19:40

Sexismus im Sport

Turnier gewonnen - als Preis gab es einen Vibrator

Als die Gewinnerinnen eines Squash-Turniers in Spanien ihre Preise entgegennehmen, sind sie ratlos. Als Prämie gibt es Sexspielzeug und Schönheitsprodukte.

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Neben den Pokalen gab es für die Gewinnerinnen eines Squash-Turniers in Nordspanien auch Plegeprodukte als Preise: Einen Vibrator sowie eine elektronische Hornhautpfeile und zwei Schachteln mit Haarentfernungswachs.

Neben den Pokalen gab es für die Gewinnerinnen eines Squash-Turniers in Nordspanien auch Plegeprodukte als Preise: Einen Vibrator sowie eine elektronische Hornhautpfeile und zwei Schachteln mit Haarentfernungswachs.

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Turnier-Gewinnerin Elisabet Sadó zeigte sich empört: «Ich kann mir nicht vorstellen, was sich die Organisatoren dabei gedacht haben, als sie die Preise zusammenstellten», sagt sie. Zusammen mit den anderen Frauen erstattete sie Anzeige wegen Diskriminierung beim Amt für Frauenangelegenheiten in Asturien.

Turnier-Gewinnerin Elisabet Sadó zeigte sich empört: «Ich kann mir nicht vorstellen, was sich die Organisatoren dabei gedacht haben, als sie die Preise zusammenstellten», sagt sie. Zusammen mit den anderen Frauen erstattete sie Anzeige wegen Diskriminierung beim Amt für Frauenangelegenheiten in Asturien.

Screenshot El Comercio

Eine Squash-Meisterschaft am vergangenen Wochenende in Nordspanien hat eine Sexismus-Debatte ausgelöst. Die Gewinnerinnen des Turniers waren sprachlos, als sie die Preise in Empfang nahmen: Für den ersten Platz erhielt die Squash-Spielerin Elisabet Sadó neben einem Pokal auch einen Vibrator. Für den zweiten, dritten und vierten Platz gab es eine elektronische Hornhautfeile und zwei Schachteln mit Haarentfernungswachs.

Die vier Sportlerinnen denunzierten den Vorfall bei der Organisation des Events, dem Squash-Club von Oviedo - was bereits zu den ersten Rücktritten geführt hat. «Das war wirklich ein Schock für uns alle. Und so fehl am Platz. Ich kann mir nicht vorstellen, was sich die Organisatoren dabei gedacht haben, als sie die Preise zusammenstellten», sagt Elisabet Sadó zum spanischen Radiosender Cadena Ser.

Männer erhielten keine Pflegeprodukte

Die Frauen im Squashverband in Asturien stehen hinter den Spielerinnen. «Diese Preise sind sexistisch. So etwas dürfte nicht passieren», meinte Vorstandsmitglied Maribel Toyos zu «El Pais». Sie selbst sorgte dafür, dass eine Anzeige der Sportlerinnen wegen Diskriminierung auch an das Amt für Frauenangelegenheiten in Asturien weitergeleitet werde.

«Uns ist bewusst, dass es im Sport immer noch starke Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt, aber das geht zu weit», sagte Sadó empört - zumal ihre männliche Kollegen im Turnier nur Pokale, aber keine Pflege- oder Schönheitsprodukte erhielten. «Es zeigt ganz klar, dass wir nicht gleichberechtigt sind».

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