Aktualisiert 07.01.2008 14:44

Turnierabbruch nach Massenschlägerei

Nach mehreren roten und gelben Karten artete ein Spiel an den Hallenstadtmeisterschaften im deutschen Mülheim völlig aus. Spieler und Zuschauer lieferten sich eine Massenschlägerei.

Das Halbfinalspiel zwischen Rot-Weiss Mülheim und Galatasaray Mülheim hatte friedlich begonnen. Kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit begann das Spiel jedoch zu eskalieren. Nach dem 1:0 für die Türken von Galatasaray gerieten sich deren Torwart und ein Rot-Weiss-Stürmer in die Haare. Der Schiedsrichter stellte die beiden Streithähne sofort vom Platz. Die Gehässigkeiten blieben jedoch auf dem Spielfeld und auch die Zuschauer wurden mit Aggressivität angesteckt. Wie «reviersport.de» berichtet, gingen Fangesänge wie «Auf gehts Deutschland, schiesst ein Tor» und «Scheiss Nazis» durch die Halle.

Auf dem Spielfeld ging es immer härter und chaotischer zu und her. Nach einer Zeitstrafe und einer gelben Karte gegen Galatasaray fühlte sich der Trainer der Türken vom Schiedsrichter unfair behandelt und wies seine Spieler an, vorzeitig in die Garderobe zu gehen. Doch nicht alle folgten der Anweisung des Trainers. Was dann genau geschah, darüber gibt es verschiedene Angaben. Laut «reviersport.de» legte sich zumindest einer der Galatasaray-Spieler mit den Anhängern des Gegners an. Kurz darauf flogen die Fäuste in der Mülheimer Halle. Fans der türkischen Mannschaft stürmten das Spielfeld, auf welchem sich nun auch weitere Galatasaray-Spieler mit den Anhängern des Gegners schlugen. Rund 50 Personen waren daraufhin in eine Massenschlägerei verwickelt. Die Polizei musste schlichten.

Der Veranstalter brach nach dem Vorfall das Turnier ab, da die Sicherheit der Zuschauer nicht mehr gewährleistet werden konnte.

(mon)

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