Hitz entschuldigt sich: «Tut mir leid, das wollte ich nicht»
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Hitz entschuldigt sich«Tut mir leid, das wollte ich nicht»

Augsburgs Marwin Hitz liefert im Pokal gegen Bayern München die Szene des Spiels. Der Ostschweizer setzt Arjen Robben mit einem üblen Foul sechs Wochen ausser Gefecht.

von
pre

Marwin Hitz ist erst seit rund fünf Wochen die Nummer 1 im Tor des FC Augsburg. Der 26-jährige Ostschweizer, der vor seinem Wechsel zu den Fuggerstädtern fünf Jahre lang in Wolfsburg hinter Diego Benaglio die Nummer 2 war, hat sich dank starken Leistungen beim Tabellen-Zehnten der Bundesliga schnell zum Leistungsträger entwickelt. Im DFB-Pokal-Achtelfinal gegen Bayern München (0:2) durfte er wieder von Anfang an ran und machte so richtig auf sich aufmerksam. Leider nicht mit einer rühmlichen Aktion.

In der 13. Minute fuhr Hitz dem heranstürmenden Arjen Robben, der zehn Minuten zuvor das 1:0 für die Bayern erzielt hatte, brutal in die Beine und schlitzte dem Holländer mit dem Stollen das rechte Knie auf. Statt Rot und Elfmeter für die Bayern gab es allerdings nur Gelb und Freistoss für Augsburg. Die Partie war wegen einer Abseitsposition zum Zeitpunkt des Fouls nämlich bereits unterbrochen worden.

Hitz: «Eine unglückliche Situation»

Robben erlitt bei der Aktion eine tiefe Risswunde am rechten Knie, die stark blutete. Er wurde auf dem Platz lange behandelt und auf einer Trage aus dem Stadion gebracht. Der 29-Jährige fällt rund sechs Wochen aus. Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer ärgerte sich nach der Partie natürlich masslos über das Robben-Aus. «Härte ist in Ordnung, aber es war schon sichtbar, dass das strategisch war», sagte der als Hitzkopf bekannte Glatzkopf in der ARD.

Davon will Hitz nichts wissen. Via Fernsehen schickte der Übeltäter eine erste Entschuldigung an sein Opfer: «Es war eine ganz unglückliche Situation. Ich dachte, es war Abseits, dann sehe ich, dass er weiterspielt und gehe auch wieder raus. Das tut mir natürlich leid, das wollte ich nicht. Ich wollte mich direkt entschuldigen, denn ich habe schon gemerkt, dass ich ihn mit dem Stollen erwischt habe.»

Robben: «Ich komme zurück»

Bayern-Vereinsarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt gab am Donnerstag bekannt, dass die Verletzung doch schlimmer sei als zunächst angenommen. «Arjen hat eine tiefe Risswunde, bis ins Kniegelenk. Durch einen Schuhstollen wurde der Oberschenkelknochen im rechten Bein eingedrückt und ist massiv eingeblutet», lautet seine Diagnose.

Robben ist über die sechswöchige Pause natürlich bitter enttäuscht. «Ich war derzeit so gut drauf, ich habe mich auf jedes Spiel mit unserer Mannschaft gefreut. Nun das. Aber ich komme fit zurück und werde dann mit der Mannschaft die Ziele anpacken, die wir uns für diese Saison vorgenommen haben», wird der Holländer auf der Webseite der Bayern zitiert.

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