TV-Konsumenten steigen auf Web-Videos um
Aktualisiert

TV-Konsumenten steigen auf Web-Videos um

Der Konsum von Videoclips im Internet boomt – auch auf Kosten des Fernsehens. Das zeigt eine Studie.

Immer mehr Jugendliche schauen Onlinevideos, beispielsweise über die Internetplattform YouTube. Das bleibt nicht ohne Konsequenzen für den TV-Konsum, wie eine von der BBC publizierte Umfrage zu Tage förderte: 43 Prozent der regelmässigen Internet-Videokonsumenten gaben an, sie schauten mehr in den Computer oder ins Handy und hätten daher weniger Zeit, in die TV-Röhre zu gucken. Noch ist der Webvideo-Konsum im Verhältnis zum gesamten Fernsehempfang klein – doch er steigt stetig. Drei Viertel der Befragten gaben an, mehr solcher kleiner Jokevideos zu konsumieren als im Vorjahr.

Beim Schweizer Fernsehen (SF) hat man den Trend des zeitunabhängigen TV-Konsums erkannt, wie Mediensprecher Urs Durrer gegenüber 20 Minuten festhält: «Die Nachfrage nach On-Demand-Angeboten, vorab bei der Tagesschau, 10vor10 und Schweiz aktuell, steigt kontinuierlich an, wenngleich sie im Verhältnis zum normalen TV-Konsum noch klein ist.» SF will aber laut Durrer in allen Übertragungskanälen dabei sein. Der SRG-Medienforschungsdienst Mediapulse will 2007 mit einer neuen Internetforschung Streamingaktivitäten – beispielsweise von YouTube – erheben.

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